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Aktualisierung: 15.09.2017

Ein Apfelbutzen auf Reisen

Im Herbst gibt es nicht nur knackige Äpfel, sondern auch fein säuberlich abgenagte Apfelbutzen. Der Apfelbutzen ist als Kompost ein wertvoller Rohstoff und liefert den Dünger für die nächste Apfelernte. In einem Video zeigt die MA 48, wie Kompost entsteht.

Apfelbutzen
© Monika Kupka "die umweltberatung"

Manche essen den Apfel mit Butz und Stiel. Wer das nicht mag, entsorgt den Apfelbutzen am besten fachgerecht in der Biomülltonne oder im hauseigenen Kompost. Aus dem Apfelbutzen und anderen biogenen Abfällen, die in der Biotonne gesammelt werden, entstehen in Wien Kompost und die torffreie Erde „Guter Grund“. „Landet der Kompost wieder unter dem nächsten Apfelbaum, sorgt er für die nächste reiche Ernte knackiger Äpfel.

 

 

 

Bio-Müll im Haushalt
© Monika Kupka "die umweltberatung"

Vom Apfelbutzen zu wertvollem Kompost

In der Biotonne beginnt der Weg der Kompostierung. Der Wiener Bioabfall wird von der MA 48 in das Kompostwerk Lobau gebracht und dort zerkleinert, gesiebt und mit dem Grünschnitt der Wiener Stadtgärten gemischt. Danach wird der aufgearbeitete Rohstoff in Bahnen aufgeschüttet, um zu reifen. Diese Bahnen werden Kompostmieten genannt. Während des 8 – 10-wöchigen Reifeprozesses werden die Kompostmieten umgewälzt und dabei mit Luft versorgt und befeuchtet, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. So entstehen jährlich aus 100.000 Tonnen Bioabfall 40.000 bis 50.000 Tonnen wertvoller Kompost.

MA 48: Von der Biotonne ins Blumenbeet: Bester Kompost und Erde aus neuer Hightech-Anlage in der Lobau
© MA 48, Matern

Kompost für Balkon und Garten abholen

Als Service der MA 48 können sich WienerInnen einen halben Kubikmeter Kompost an ausgewählten Mistplätzen unentgeltlich abholen – und ihrem Apfelbaum mit einer Schaufel Kompost Gutes tun.

Mistplätze der MA 48 mit Kompostangebot:

  • Simmering: 11.; Johann-Petrak-Gasse 1
  • Auhof:     14.; Wientalstraße 51
  • Heiligenstadt: 19.; Grinziger-Straße 151
  • Rinterzelt: 22.; Percostraße 4
  • Liesing: 23.; Seybelgasse 7
blühender Apfelbaum
© Magdalena Uedl "die umweltberatung"

Vielfalt genießen

Apfelbäume gedeihen prächtig in Österreich, tausende Apfelsorten gibt es weltweit, doch die Sortenvielfalt am Teller ist begrenzt. Nur rund zehn Apfelsorten sind im gut sortieren Handel zu kaufen. Die meisten stammen vom Golden Delicious ab, kein Wunder, dass sie alle ähnlich schmecken. Wer Vielfalt genießen will, kauft am besten im Bio-Laden oder sammelt draußen.

Äpfel – fast das ganze Jahr knackig

Geerntet wird von August bis Oktober. Winteräpfel sind zu dieser Zeit nur pflückreif, genießbar werden sie erst durch längere Lagerung. Damit wir Äpfel knackig frisch auch im Winter genießen können, werden sie in kontrollierter Atmosphäre, bei reduziertem Sauerstoffgehalt und hoher Luftfeuchtigkeit, gekühlt gelagert. Im Frühsommer gibt es bei heimischen Äpfeln meist einen Engpass. Das ist die beste Zeit, die Versorgungslücke mit heimischen Erdbeeren und Marillen zu schließen und auf die neue heimische Ernte zu warten, denn in dieser Zeit haben Äpfel meist extrem lange Transportwege aus Übersee hinter sich.

Weitere Information

  1. Video der MA 48 „Aus gutem Grund“
  2. Kampagne „rund geht´s“ – von Bioabfall zu Kompost