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Aktualisierung: 24.07.2015

Baustellenabfälle recyceln zahlt sich aus

Nicht nur im Haushalt oder in einem Betrieb ist Mülltrennung ein Thema. Abfälle und Aushubmaterialien von Baustellen bilden den größten Anteil am gesamten Abfallstrom in Österreich. Daher sollten auch Baustellen-Abfälle möglichst sortenrein gesammelt werden.

Bauschutt im Container
© m.kupka "die umweltberatung"

Sachgemäße Trennung der Baustellenabfälle macht das Recycling oder die Wiederverwendung einfach. Damit werden wertvolle Ressourcen geschont und es zahlt sich auch finanziell aus! Die Entsorgung von verunreinigtem Bauschutt ist aufgrund der erforderlichen Nachsortierung wesentlich teurer als die Entsorgung von sortenrein gesammelten Abfällen. Zusätzlich sind Abfälle von Baustellen oft mit Schadstoffen belastet. Sie müssen gesondert behandelt werden, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden. 

Wo gehobelt wird fliegen Späne

Überall dort wo ein Neubau entsteht, aus- oder umgebaut und saniert wird, fallen unweigerlich Baustellenabfälle an. Allein in Wien sind das rund 170.000 Tonnen pro Jahr. Knapp über 50 Prozent der in Österreich anfallenden Abfallmenge entstammen dem Sektor Bauwesen.
"Baustellenabfälle" müssen getrennt gesammelt werden - zum Beispiel Gipskarton, Altholz, unbeschichtetes Papier, Verpackungsmaterial und Kartonagen, Problemstoffe wie Altlacke u. Altfarben, Lösemittel oder Klebemittel sowie Restmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle.

1 m3 Bauschutt gratis entsorgen

Zu "Bauschutt" zählt Abbruchmaterial wie beispielsweise Beton, Kies, Sand, Steine, Ziegel und Fliesen. Kleinere Mengen an Bauschutt bis ca. 1m³ können auf den Wiener Mistplätzen bzw. auf den Bauhöfen der jeweiligen Gemeinden abgegeben werden. Größere Mengen sind durch die MA 48 bzw. durch private Unternehmen zu entsorgen.
Im Zuge einer Sanierung kommt es vor, dass gefährliche Abfälle wie beispielsweise asbesthaltige Produkte, verunreinigte Böden oder auch teerhaltige Abfälle zum Vorschein kommen. Informationen über eine ordnungsgemäße Entsorgung geben  kommunale AbfallberaterInnen.

Vermeiden ist besser als entsorgen

Durch folgende Maßnahmen kann Abfall bereits beim Bauen vermieden werden:
• Reduktion von Bodenaushub.
• Einsatz von Schadstoff- und lösungsmittelarmen Wand- und Bodenbeschichtungen und Verputzen.
• Vermeidung von Verbundsystemen, Trennbarkeit von Materialien.
• Ressourcenschonung bei Errichtung und Umbau.
• Verzicht auf  PVC.
 

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