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Archivmeldung vom 21.10.2009
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Drucken mit ökologischer Färbung

Wiederaufbereitete und nachfüllbare Tonerkartuschen reduzieren nicht nur den Müllberg, sondern sparen auch Geld.

Trotz E-Mail und Internet gibt es immer noch viel Gedrucktes in den Büros. Nicht nur Papier, sondern auch Druckpatronen werden dabei in großem Ausmaß verbraucht. Diese sind meist teuer und lassen den Berg an gefährlichen Abfällen wachsen. Doch viele Tonerkartuschen und Tintenpatronen lassen sich aufbereiten und wieder befüllen.

„Die Entwicklung ist mittlerweile so, dass die wieder aufbereiteten Toner in der gleichen Qualität drucken wie neue, aber wesentlich günstiger sind", berichtet Angelika Tisch, zuständig für Ökologische Produktpolitik im IFZ in Graz.

Wiederaufbereiten oder Nachfüllen

Gesammelte oder eingeschickte Originalkartuschen bzw. -patronen lassen sich wieder aufbereiten. Spezielle Firmen - wie z.B. der Reparaturnetzwerkbetrieb repafill - zerlegen und reinigen die Toner-Module, ersetzen Verschleißteile wie z.B. Druckertrommeln, und kümmern sich auch noch um die Neubefüllung.

Nachfüllbare Druckpatronen bei Laser- und Tintenstrahldruckern sind von vornherein als Mehrwegsysteme konzipiert und verfügen meist über stabilere Bauteile. Aufgrund vongesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen sollte man sie allerdings nicht selbst befüllen, sondern an einen Anbieter im Bereich Mehrwegsysteme für Toner und Tinten schicken. „Diese bereiten sie nach genormten Qualitätskriterien auf und schicken sie an den Anwender zurück", erklärt Angelika Tisch.

Vorteile bei Kosten, Abfall und CO2

Tonerkartuschen lassen sich etwa 10 bis 15 mal wieder befüllen. Der positive Effekt: Siesparen bis zu 35 Prozent an Kosten - in manchen Fällen sogar noch mehr. Und auch die Umwelt profitiert davon. Denn bei mehr als 10 Millionen in Österreich verkauften Kartuschen bzw. Patronen kommt pro Jahr eine ganz schöne Abfallmenge zusammen. Durch Wiederbefüllung wird diese reduziert und auch die Klimabilanz verbessert. Laut einer britischen Studie lassen sich bereits bei 3-4-maliger Wiederbefüllung von Tonerkartuschen 25-40 Prozent an freigesetztem CO2 einsparen.

Vorbildprodukte mit Umweltzeichen

Patronen und Kartuschen mit dem „Österreichischen Umweltzeichen für wieder aufbereitete Toner-Module und Tintenpatronen" garantieren bei mindestens gleich guter Qualität eine Minimierung von Schadstoffen während Produktion und Nutzung. Die entsprechende Richtlinie untersagt u.a. Stoffe, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind. Bisher konnten Tonerprodukte und Tintenpatronen der österreichischen Firma Embatex AG nach diesen Vorgaben ausgezeichnet werden.