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Archivmeldung vom 21.08.2008
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Durstlöschen aus Biokunststoffbechern

"Natürlich weniger Mist" - unter diesem Motto konnten BesucherInnen des Tiergartens Schönbrunn ihren Durst aus umweltfreundlichen Biokunststoffbechern löschen. Umweltstadträtin Ulli Sima und der Direktor des Tiergartens Schönbrunn, Helmut Pechlaner, haben die Becher aus nachwachsenden Rohstoffen, kurz Nawaros, Ende Mai 2005 präsentiert.

Die Förderung und der Einsatz von umweltfreundlichen Produkten sind sowohl der Stadt Wien als auch dem Tiergarten Schönbrunn ein besonderes Anliegen. "In ersten Befragungen zeigen sich die BesucherInnen von der Idee, Becher aus Biokunststoff einzusetzen, begeistert. Wir wollen an möglichst vielen Orten in der Stadt Angebote schaffen, um die Abfallmengen, gerade auch im Getränkebereich, zu reduzieren und ich freue mich sehr über diese Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn, der sich auch in der Vergangenheit immer wieder als guter Partner in Sachen Umweltschutz gezeigt hat", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

Von Anfang Mai weg waren die biologisch abbaubaren 0,3 l und 0,5 l Trinkbecher aus transparenter Polymilchsäure (PLA) im Tiergarten in den Gastronomiebetrieben am Jumboplatz und beim Buffet am Hietzinger Eingang im Einsatz. Sie wurden anstelle von herkömmlichen Kunststoffbechern für alle Kaltgetränke genutzt.

"Umweltschutz ist im Tiergarten Schönbrunn schon seit jeher groß geschrieben, er ist als internationaler Zoo dem Naturschutz und der Wissenschaft verpflichtet und hat schon eine Vielzahl von Aktivitäten im Umweltschutz gesetzt", so Direktor Helmut Pechlaner.

Das Projekt mit den umweltfreundlichen Bechern führte die Stadt Wien im Rahmen der Initiative "Natürlich weniger Mist" in Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn durch. Anhand des Testbetriebes wurden Erfahrungen für weitere künftige Anwendungen gesammelt.

Durch die Verwendung von Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Getreide wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet, denn diese Biokunststoffe sind im Gegensatz zu Kunststoffen aus Erdöl klimaneutral.

Im Rahmen der Initiative "Natürlich weniger Mist" des Umweltressorts der Stadt Wien werden dazu bereits Studien und Praxistests durchgeführt. So läuft derzeit u. a. auch ein Versuch mit Müllsäcken aus Biokunststoff in einigen Magistratsabteilungen und dem Krankenanstaltenverbund.

Als Ausgangsbasis für Polymilchsäure dient z. B. Maisstärke. Bei der Gewinnung von Speiseöl aus Maiskeimen ist es möglich, den Rest des Maiskorns so aufzubereiten, dass die enthaltene Stärke für andere Zwecke weiter verwendet werden kann. Künftig sollen für Interessierte verstärkt Informationen zu Biokunststoffen angeboten und allgemein das Bewusstsein für derartige nachhaltige Produkte erhöht werden.