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Archivmeldung vom 29.01.2015
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Fast 60.000 Hundekot-Sackerl pro Tag in Wiens Mistkübel

Anti-Hunde-Kot-Kampagne der Stadt Wien als Erfolgsmodell noch mal übertroffen - 7 Jahre WasteWatcher wirken!

Unglaubliche 59.700 mit "eindeutigem Inhalt" gefüllte Hundekotsackerl finden sich täglich in Wiens Mistkübeln. Zum mittlerweilen 7. Jahrestag der WasteWatcher zeigt sich einmal mehr, wie erfolgreich Wiens Sauberkeitsmaßnahmen sind: "Die HundehalterInnen halten sich mittlerweilen vorbildlich an die Spielregeln und entsorgen die Hinterlassenschafter ihrer Vierbeiner -und die wenigen die es noch immer nicht tun, werden von den WasteWatchern gestraft", so Umweltstadträtin Ulli Sima, die sich an dieser Stelle bei Wiens Hundehalterinnen und Hundehaltern bedankt. "Die neuen Zahlen belegen einmal mehr, dass wir mit unserer Strategie für eine saubere Stadt goldrichtig liegen: Breit informieren, Angebot schaffen und streng kontrollieren", skizziert Sima die Vorgangsweise der Stadt im Rahmen des heutigen Bürgermeister-pressegesprächs.

Im Auftrag der MA 48 hat das Technische Büro Hauer Wiens Mistkübel analysiert: Waren es im Jahr 2010 noch 47.200 Hundekotsackerl, so landen heuer täglich bereits 59.700 Hundekotsackerl mit eindeutigem Inhalt in den öffentlichen Mistkübeln. Bei an die 61 000 gemeldeten Hunden in der Millionenstadt ist dies eine echte Erfolgsgeschichte. Jährlich landen 21,8 Mio. Sackerl mit Hundekot in Wiens öffentlichen Mistkübeln, es gibt mittlerweile 3.164 Hundesackerlautomaten mit Gratis-Sackerl fürs Gackerl in den Bezirken.

7. Jahrestag der WasteWatcher als Kontrolleure der Sauberkeitsregeln

Seit 1. Februar 2008 kontrollieren die WasteWatcher die Sauberkeitsspielregeln in der Stadt. Insgesamt sind 50 hauptberufliche WasteWatcher im Einsatz, 400 MitarbeiterInnen bei MA 48 und bei den Wiener Stadtgärtnern üben ihre Kontrolltätigkeit im Rahmen ihrer anderen Aufgaben aus. Sie sind sowohl in Zweier-Teams als auch alleine unterwegs, meist in zivil. Es gibt immer wieder Schwerpunkttage, an denen bis zu 50 Kontrollorgane in den Bezirken unterwegs sind, um noch stärkeres Bewusstsein zu schaffen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen wird es teuer. Die Gelder kommen ausschließlich Sauberkeitsmaßnahmen zu Gute.

Erfolgsmodell: Kampf dem Tschickstummel - 100 Mio. pro Jahr

Wien zählt zu den saubersten Städten der Welt, sowohl beim Sperrmüll den Einkaufswagerl, dem Hundekot und auch den Tschickstummeln gibt es erfreuliche Entwicklungen. So konnten im letzten Jahr ganz 100 Mio. Tschickstummel in den dafür vorgesehenen Papierkörben mit Aschenrohren und den freistehenden Aschenrohren der MA 48 gesammelt werden. Es gibt über 18.000 Papierkörbe mit Aschenrohren und rund 1.200 freistehende Aschenrohre der MA 48 im öffentlichen Raum, in die man die Zigarettenstummel bequem und legal entsorgen kann - und die RaucherInnen nehmen das Angebot verstärkt an.

Erfolgsmodell: Kampf dem Hundekot - 60.000 Sackerl am Tag!

Die Problematik des Hundekots hat sich in den letzten Jahren dramatisch verbessert, die neuesten Zahlen, aber auch Umfragen und das subjektive Empfinden bestätigen: Die HundehalterInnen nehmen das Angebot der gratis-Sackerl fürs Gackerl an.

Das Technisches Büro Hauer Umweltwirtschaft GmbH hat im Sommer letzten Jahres Abfallanalysen gemäß ÖNORM S 2097 vorgenommen. Als Grundgesamtheit wurden alle 24.000 Papierkörbe der MA 48 und der MA 42 -Wiener Stadtgärten herangezogen. Nach dem Zufallsprinzip wurden dabei Proben in 24 Parkanlagen und 11 Kehrbezirksbereichen außerhalb der Parks - über ganz Wien verteilt - entnommen. Insgesamt wurden 257 Stichproben in Parkanlagen und in Hundezonen, weiters aus Papierkörben direkt bei Hundesetautomaten als auch aus verschiedenen Behältern der MA 48 gezogen.

In der Folge wurde der Inhalt der ausgesuchten Papierkörbe eine ganze Woche lang erfasst, die Säcke wurden nach Standorten sortiert und die Anzahl der gefüllten Hundekotsackerl ermittelt. Insgesamt wurden rund 2.400 kg Papierkorbinhalte analysiert und dabei mehr als 5.600 gefüllte Hundekotsackerl gezählt. Diese Ergebnisse der einzelnen Kategorien wurden schließlich auf die Gesamtheit der städtischen Mistkübel hochgerechnet. Nicht analysiert wurden Behälter, die nicht in der Zuständigkeit der MA 48 oder der Wiener Stadtgärten liegen, wie etwa jene der Bundesgärten, private Behälter oder Mistkübel auf der Donauinsel sowie Restmüllbehälter in den Liegenschaften. Die gemessene Sammelmenge stellt daher einen gesicherten Mindestwert dar, der in der Realität sicher übertroffen wird.

Umfragen bestätigen objektive Analyseergebnisse zur Sauberkeit - Dank an die WasteWatcher!

88 % der Wienerinnen und Wiener halten die WasteWatcher für eine gute Sache, das ist die höchste Akzeptanz durch die Bevölkerung seit deren Einführung im Jahr 2008, ein absoluter Spitzenwert für eine "Straftruppe". Dies zeigt eine aktuelle IFES-Umfrage. 96 % der Befragten wollen, dass Sauberkeits-verfehlungen auch weiterhin geahndet werden. "Ich freue mich über die so hohe Zustimmung zu den WasteWatchern, sie erledigen ihre Aufgaben perfekt und ich bedanke mich dafür. Mir ist klar, dass ihr Einsatz nicht immer einfach ist. Doch sie tragen entscheidend zur Sauberkeit in Wien bei - und mit Sicherheit auch zur so hohen Disziplin der HundehalterInnen in Wien", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

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