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Archivmeldung vom 21.12.2012
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Kunststoff – Na klar, aber bitte ohne Gefahr!

PVC lässt sich gerade im Baubereich vermeiden. Die Stadt Wien hat bereits 2003 in den ÖkoKauf-Kriterien festgelegt, diesen Kunststoff zu vermeiden.

Kunststoff ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Doch Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. Manche belasten die Umwelt mehr als andere oder stellen sogar für die Gesundheit eine Gefahr dar. Zu diesen gehört Polyvinylchlorid, besser bekannt unter dem Namen PVC.

Die Stadt Wien nimmt schon seit vielen Jahren einen kritischen Standpunkt zur Beschaffung und Verwendung von Produkten und Verpackungen aus PVC ein. Der PVC-Verzicht ist auch Bestandteil der im Rahmen von „ÖkoKauf Wien" ausgearbeiteten Kriterien zur ökologischen Beschaffung. Zusätzlich werden PVC-Produkte auf Grund ihrer Risiken für Umwelt und Gesundheit mit Wirksamwerden der Neubauverordnung 2007 in Zukunft im geförderten Wohnbau de facto nicht mehr zum Einsatz kommen. Ebenso wird im Wiener Krankenanstaltenverbund konsequent sowohl im Baubereich als auch bei medizinischen Produkten auf PVC wo möglich verzichtet.

Trotz der nachgewiesenen Umwelt- und Gesundheitsprobleme, die mit der Produktion, der Anwendung und der Entsorgung von chlororganischen Verbindungen, insbesondere PVC, verbunden sind, wird seit Jahren von der PVC-Industrie der Standpunkt der Stadt Wien hinsichtlich der Vermeidung von PVC-Produkten kritisiert. 2005 wurde von "ÖkoKauf Wien" gemeinsam mit ExpertInnen ein Positionspapier erstellt, welches den Stand der kritischen Diskussion zu PVC zusammenfasst und bewertet. Die Schlussfolgerung war, weiterhin auf die Beschaffung von PVCProdukten zu verzichten. Die im Positionspapier dargelegte Einschätzung der Problematik und die Vorgangsweise im Zusammenhang mit der Beschaffung von Produkten und Leistungen bleiben unverändert bestehen.

Alternativen vorhanden

Mittlerweile gibt es genügend Alternativen zu PVC, sowohl im medizinischen als auch im Bau-Bereich. Die Kinderklinik Glanzing im Wilhelminenspital des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) beispielsweise verwendet durchwegs PVC-freie Medicalprodukte im invasiven Bereich. Und auch bei der Generalsanierung des Pavillon Austria im Otto Wagner Spital, des Pavillon 16 im Krankenhaus Lainz und des Pavillons 6 im Geriatriezentrum Baumgarten wurden ausschließlich PVC-freie Rohre im Baubereich, Kabel- und Kabelschutzrohre bei Elektroarbeiten und medizinischen Gasen, Tür- und Fensterdichtungen sowie Beläge und Sockelleisten bei Bodenlegearbeiten verwendet. Und das alles mit geringen Kostenunterschieden.

Wer bei der Sanierung oder Errichtung eines Gebäudes oder beim Einkauf medizinischer Produkte mitdenkt, kann die Umwelt erheblich entlasten. Die Stadt Wien macht vor, wie es gehen kann.

Tipp:

Achten auch Sie beim Kauf von Böden, Fenstern oder Kabeln auf PVC-freie Produkte. Das Positionspapier des Lenkungsausschusses im Projekt ÖkoKauf Wien zur Vermeidung von chlororganischen Verbindungen mit einer Auflistung von Alternativen zu PVC stehen hier zum Download bereit.

 

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