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Aktualisierung: 28.11.2017

MA 48 für Winterdiensteinsatz gerüstet

Bis zu 350 Räum- und Streufahrzeuge und 1.400 MitarbeiterInnen stehen bereit

Auch die "Gilette-Pflüge" der MA 48 sind im Dauereinsatz, sie räumen besser und reduzieren damit den Streumittelverbrauch
© MA 48

Für diese Woche sind auch für Wien winterliche Verhältnisse prognostiziert, der Winterdienst der MA 48 ist längst für den Einsatz gegen Schnee und Eis gerüstet. Dabei kann auf bis zu 350 Räum- und Streufahrzeuge sowie bis zu 1.400 best geschulte MitarbeiterInnen zurückgegriffen werden. Zum Einsatz kommt moderne Feuchtsalz- und Salzsoletechnologie statt Streusplitt - als aktiver Beitrag im Kampf gegen Feinstaub.

Die Organisation des Straßenwinterdienstes ruht auf drei Säulen:

  • Der Fuhrpark stellt 70 Fahrzeuge für die winterliche Betreuung des Hauptstraßennetzes.
  • 100 Fahrzeuge der Partner aus der Privatwirtschaft sind für den Winterdienst auf dem restlichen Hauptstraßennetz zuständig.
  • Die Straßenreinigung setzt 180 Kleinfahrzeuge auf den Nebenstraßen und Radwegen ein.

Moderne Streutechnologie zum Schutz der Umwelt und Luftgüte

Seit Jahren setzt die MA 48 auf innovative Streutechnologien, die den Salzverbrauch bei geringen Minustemperaturen noch weiter reduzieren. Bei Temperaturen um Null Grad kann so auch reine Sole ausgebracht werden, bei kälteren Temperaturen oder hohen Schneemengen punktet das bewährte Feuchtsalz mit seiner höheren Tauleistung. Durch den Einsatz von Salzsole und Feuchtsalz wurden die Streusplittmengen in Wien drastisch reduziert: Zum Vergleich: Im Winter 1995 hat die MA 48 noch mehr als 133.500 Tonnen Splitt gestreut, im Winter 2002/03 waren es noch rund 28.000 Tonnen, im sehr starken Winter 2012/2013 mit 121 cm Schnee an 42 Tagen 1.165 Tonnen und letztes Jahr nur noch 78 Tonnen. Der weitgehende Verzicht von Streusplitt ist eine wichtige Maßnahme der Stadt Wien im Kampf gegen Feinstaub.

Doppelklingenpflüge reduzieren Einsatz von Auftaumitteln

Auf unebenen Straßen haben sich Doppelklingenpflüge bestens bewährt. Die Anzahl dieser Spezialpflüge wurde innerhalb von zwei Jahren von 17 auf 62 erhöht. Allein heuer wurden über 30 in die Jahre gekommene Pflüge durch neue - mit dieser Technologie ausgestatteten -Pflüge ausgetauscht. Damit sind alle großen Räumgeräte der MA 48 mit Doppelklingenpflügen ausgerüstet. Der Pflug besteht hier aus 2 hintereinander geschalteten Klingen. Die 1. Klinge ist starr (Grobräumung), die dahinter befindliche besteht aus beweglichen Lamellen und kümmert sich um die Feinräumung der unebenen Flächen. Durch die bessere Räumleistung wird der Streumittelverbrauch reduziert.

Die Folge: Schnee verbleibt nach dem Pflügen nicht mehr in den Spurrillen bzw. anderen Unebenheiten, der Einsatz von Auftaumitteln kann dadurch verringert werden

Für Nachschub ist gesorgt

Die Versorgung der Winterdienstfahrzeuge mit Streu- und Auftaumitteln ist essentiell für einen funktionierenden Winterdienst. Die bestehenden Einrichtungen bzw. Lagerkapazitäten auf den 13 Winterdienstlagerplätzen werden daher stetig modernisiert und den Anforderungen entsprechend ausgebaut: Sie verfügen über 31 Auftaumittelsilos und 17 Solemischanlagen. Bei Bedarf sind diese Plätze rund um die Uhr geöffnet, sodass die Winterdienstfahrzeug stetig nachladen können. Zusätzlich gibt es noch zwei Lagerhallen für Auftaumitteln, allen voran natürlich die Salzlagerhalle am Albernen Hafen mit einer Lagerkapazität von 45.000 Tonnen.

Wer räumt wo? Klare Zuständigkeiten in Wien

Für die Betreuung der öffentlichen Straßen in Hinblick auf Reinigung und Winterdienst ist die MA 48 zuständig. Das Straßennetz, das die MA 48 im Winterdienst zu betreuen hat, ist 2.800 Kilometer lang. Die zu betreuende Fahrbahnfläche beträgt rund 23 Millionen Quadratmeter. Die MA 48 ist auch verantwortlich für mehr als 630.000 Laufmeter Gehsteige, Stiegen und kombinierte Geh- und Radwege. Die MA 48 betreut darüber hinaus das Radwegenetz: Da sich das Fahrrad immer mehr zum ganzjährigen Verkehrsmittel entwickelt, wurde ein 279 km langes Winterbasisradwegenetz definiert, das seither einheitlich und verstärkt durch die MA 48 winterlich betreut wird.

Das Autobahn- und Schnellstraßennetz (sowie auch die Tangente) einschließlich der Auf- und Abfahrten werden von der ASFINAG betreut.

Liegenschaftseigentümer für Gehsteige verantwortlich

Grundsätzlich sind für die winterliche Betreuung der Gehsteige von 6-22 Uhr die Liegenschaftseigentümer zuständig. So besteht für Liegenschaftseigentümer bzw. beauftragte Firmen die volle Räumpflicht für Gehsteige im Bereich von Haltestellen, Kreuzungen und Übergängen. Selbiges gilt für Gehsteige, die unmittelbar an Behindertenparkplätzen angrenzen. Des Weiteren ist die Ablagerung des Schnees von schmalen Gehsteigen (schmäler als 1,5 m) in der Parkspur möglich, sofern der Verkehr nicht behindert wird bzw. es zu keiner Gefährdung kommt.