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Aktualisierung: 17.02.2016

Manche mögen’s sauer: Laubkompost

Unmengen von Laub haben sich in den letzten Wochen im Garten verteilt. Für Rhododenren und andere säureliebende Pflanzen lässt sich daraus reiner Laubkompost herstellen.

Laub unterm Baum
© S.Seidl "die umweltberatung"

Beim Laubrechnen gilt es vorsichtig zu sein: In größeren Laubhaufen haben sich vielleicht schon Igel zurückgezogen, sie sollten besser in Ruhe gelassen werden!

Kleine Mengen Laub können über den Winter am Rasen liegen bleiben, die angerotteten Reste werden im Frühjahr entfernt und kompostiert. Ist mehr liegen geblieben, dann kann das Laub als Mulchschicht unter Sträuchern aufgebracht werden. Die Laubschicht führt dem Boden organische Substanz und Nährstoffe zu, fördert das Bodenleben und bietet vielen Lebewesen einen Winterschutz.

Sammeln für den Frühling

Größere Mengen von Laub können in einer Ecke des Gartens zu einem Haufen zusammengetragen werden. Damit die Blätter nicht wegfliegen, sollte der Haufen abgedeckt werden, z. B. mit Erde. „Laubhaufen sollten über den Winter in Ruhe gelassen werden. Denn vielleicht haben dort Igel und andere nützliche Gartentiere schon ihr Winterquartier aufgeschlagen“, rät Johanna Leutgöb, Abfallexpertin von "die umweltberatung". Im Frühjahr werden die angerotteten Blätter, mit Küchenabfällen und Gartenabfällen gemischt, nach und nach kompostiert.

Laubkompost herstellen

Es gibt auch die Möglichkeit, einen speziellen Laubkompost herzustellen. Reiner Laubkompost eignet sich für Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen, z. B. Azaleen und Rhododendren, und ist eine ökologische Alternaive zu Torf.

So funktioniert‘s

  1. Weil die Laubarten unterschiedlich schnell verrotten, sollten möglichst viele Laubarten und am besten auch trockene und feuchte Blätter miteinander gemischt werden.
  2. Das Laub in Form einer Kompostmiete oder in einem Behälter aus Drahtgeflecht aufsetzen, dabei Zweige unter das Laub mischen und ein paar Schaufeln Kompost daruntermischen, das verhindert ein Zusammenpappen des Laubes.
  3. Nach dem Aufsetzen wird der Laubkompost mit einer Schicht Gartenerde abgedeckt.
  4. Der Laubkompost sollte im Frühjahr umgesetzt werden und ist im Herbst fertig.

Schwer verrottbar?

Fällt hauptsächlich schwer verrottbares Laub an, zum Beispiel von Kastanie, Eiche, Pappel, Walnuss und Platane, ist eine Stickstoffzugabe notwendig – das können Rasenschnitt, Mist oder Hornspäne sein. Wenn das Laub mit dem Rasenmäher zerfasert wird, beschleunigt das ebenfalls die Verrottung.

Weitere Informationen

Tipps zum Kompostieren gibt "die umweltberatung" im Infoblatt „Kompost – Kreis-laufwirtschaft im Garten“ – Download auf www.umweltberatung.at.