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Aktualisierung: 28.07.2016

Mehrweg-Transportverpackungen in Wien

Studie im Rahmen der Initiative „Natürlich weniger Mist“, betreut von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22, durchgeführt vom Österreichischen Ökologie-Institut.

wiederverwendbare Transportkisten im Supermarkt
© pulswerk GmbH

Mehrweg-Transportverpackungen werden mehrfach verwendet, helfen Abfälle einzusparen und die Umwelt zu entlasten. Sie bieten aber auch ökonomische Vorteile: Sie sind billiger – und schützen die transportierten Waren besser vor  Beschädigungen. Im Projekt „Mehrweg-Transportverpackungen in Wien“ wurde erstmals ein Überblick über die derzeitige Nutzung von Mehrweg-Transportverpackungen (MTV) in ausgewählten Branchen geschaffen. Gleichzeitig wurde auch das Potenzial für eine künftig verstärkte Nutzung von MTV erhoben.

Bei der Studie, die im Rahmen der Initiative „Natürlich weniger Mist“ von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 betreut und dem Österreichischen Ökologie-Institut durchgeführt wurde, zeigte sich unter anderem, dass in folgenden Bereichen Mehrweg-Transportverpackungen zu 100 Prozent zum Einsatz kommen: bei den ProduzentInnen der LGV-Frischgemüse, beim Fleischgroßmarkt und der fleischverarbeitenden Industrie sowie bei der direkten Belieferung der Filialen von Wiener Großbäckereien.

Großes Potenzial für Mehrweg-Transportverpackungen

  • Großes Potenzial gibt es hingegen beispielsweise noch beim Großmarkt Wien in Inzersdorf, wo nur rund 15 Prozent der Ost- und Gemüsetransporte in Mehrwegkisten transportiert werden, beim Fischhandel, der zu 100 Prozent in Einweg-Transportverpackungen erfolgt. Keine Mehrweglösungen gibt es auch im Bereich der Bekleidungsindustrie.
  • Bei Ost und Gemüse sind heimische Produkte häufiger in Mehrweg-Transportverpackungen unterwegs – Überseewaren und die meisten Importwaren werden hingegen ausschließlich in Einwegbehältern transportiert.
  • Beim Pharmagroßhandel werden die Produkte zu 100 % in Einweg-Transportverpackungen angeliefert – dann jedoch zu 100 % in Mehrweg-Transportverpackungen zu den KundInnen weiter transportiert.
  • Ein großes Potenzial sehen die Autoren der Studie auch im dynamisch wachsenden Sektor des Online-Lebensmittelhandels, im Buchgroßhandel und bei Drogerie-Ketten.

Empfehlung: einheitliche Standards

Die wichtigsten Empfehlungen der Studien-Autoren für einen verstärkten Einsatz von Mehrweg-Transportverpackungen: Eine standardisierte Mehrweg-Transportverpackung für Europa, die Einführung einer standardisierten MTV am Großmarkt Wien, sowie flexible Kennzeichnungen bei diesen Transportverpackungen, um eine bessere Markenpräsentation am Point of Sale zu ermöglichen.
Weiters empfehlen die Autoren die Erarbeitung einer Richtlinie für ein Österreichisches Umweltzeichen für Mehrweg-Transportverpackungen. Überdies werden weitere Gespräche mit der Pharmaproduktion sowie eine Umsetzung von Mehrweg beim Transport von Überseewaren angeregt.

zum Nachlesen

Download Einsatz von Mehrwegtransportverpackungen in Wien (3,9 MB)