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Archivmeldung vom 02.09.2011
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Oida Trenn! Trackshittaz unterstützt Kampagne zur Mülltrennung

Für die Kampagne zur Mülltrennung schrieb die Band Trackshittaz ihren Chart-Erfolg „Oida, taunz“ in „Oida, trenn“ um. Ihre Botschaft ist deutlich: Recycling ist wichtig, um den Verbrauch wertvoller Rohstoffe zu reduzieren.

@copy APA/Herbert Neubauer

Ressourcenknappheit, steigende Rohölpreise, Klimawandel – das sind nur einige wenige Herausforderungen, mit denen die Jugend von heute in nächster Zukunft konfrontiert sein wird. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass sich auch die Jugend verstärkt für Umwelt- und Klimaschutz einsetzt. Recycling von Getränkeverpackungen aus Glas, Plastik oder Metall ist dabei ein wichtiger Beitrag. Die Band Trackshittaz hat für die Infokampagne zur Mülltrennung der MA 48 und ARA ihren Chart-Erfolg „Oida, taunz“ in „Oida, trenn“ umgedichtet und fordert gerade Jugendliche damit auf, ihren Abfall zu trennen.

Keine Ausreden, um Müll nicht zu trennen!

Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner von Trackshittaz konnten für die neue Kampagne der MA 48 (Abfall- wirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark) und der ARA (Altstoff Recycling Austria) gewonnen werden. "Mülltrennung ist wichtig, deswegen engagieren wir uns hier", erläutern die beiden Sänger. Sie schrieben ihren bekannten Song „Oida, taunz!“ um: Mit den Worten "Oida, trenn, Plastik gelb, Dosen blau, geht schon oida, trenn, Buntglas grün, Papier ist rot, geht schon oida, trenn…" werben sie auf Citylights, Rollingboards, in Inseraten, in Radiospots, auf beklebten U-Bahnen sowie der Wiener Straßenbahnlinie 1 für das Trennen von Plastikflaschen, Dosen, Altglas und Altpapier.

Umweltstadträtin Ulli Sima erläutert den Hintergrund für die neue Infokampagne: "Wir wollen damit vor allem die jugendliche Zielgruppe erreichen und von der Sinnhaftigkeit der Mülltrennung überzeugen. Es gibt in Wien keine Ausreden – das Service der MA 48 zum Mülltrennen ist perfekt und umfassend. Neben der aktiven Müllvermeidung sind Mülltrennung und Wiederverwertung ein zentrales Anliegen. Es wird auch künftig konsequent weiterverfolgt, um alle Zielgruppen optimal zu erreichen".

In Wien ist das System für die Mülltrennung tatsächlich perfekt und funktioniert gut. Durch die getrennte Sammlung landen in Wien 40 % weniger Altstoffe im Restmüll: Die Wienerinnen und Wiener sammeln bereits jährlich rund 350.000 Tonnen an Altstoffen, die wiederverwertet werden können. Im internationalen Vergleich von Großstädten nimmt Wien damit eine gute Position ein. Eine Verbesserung ist dennoch möglich: Viele Plastikflaschen, Dosen und Glasflaschen landen nach wie vor im Restmüll und können nicht verwertet werden. Die Kampagne soll das Bewusstsein und die Motivation steigern, den eigenen Müll zu trennen.

Gewinnspiel und Song „Oida trenn“ auf Facebook und youtube

15.000 Mal verschenken die MA 48 und die ARA den Song Oida trenn. Den Code zum Downloaden gibt es auf der 48er-Facebook-Seite der MA 48 und der facebook-Seite der ARA. Hier besteht auch die Chance, eine der von Trackshittaz signierten CDs des neuen Albums „Prolettn feian längaah“ zu gewinnen.

Videos zum Song „Oida, trenn“ und ein Interview mit und Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner von Trackshittaz finden Sie auf youtube sowie auf der Website der MA 48.

Auf der 48er-Facebook-Seite unter dem Tab „Oida, spiel“ gibt es zusätzlich zur Kampagne auch ein Spiel zur Mülltrennung. Mit steigender Geschwindigkeit wirf ein Mistmonster unterschiedliche Verpackungsabfälle wie Dosen oder PET-Flaschen auf das Spielfeld. Diese müssen rechtzeitig in die richtige Tonne geleitet werden. Die Spielerinnen und Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnen Meet & Greet Karten für das Wien-Konzert der Trackshitaz am 04.12 im Gasmeter.

Download des Songs und Gewinnspiel zur Mülltrennung auf www.facebook.com/die48er

 

Plastik gelb – geht schon Oida, trenn…

Obwohl aus Sicht der Umwelt Mehrwegflaschen aus Glas am besten sind, werden die meisten Getränke heute in Einweg-Plastikflaschen angeboten. Über 5.500 Tonnen Plastikflaschen sammeln die Wienerinnen und Wiener jährlich. Auf diese Weise werden im Jahr fast 10.000 Tonnen Erdöl eingespart und der Ausstoß von CO2 reduziert.

Da in den Sammelcontainern auch Plastikflaschen von Kosmetikprodukten oder Wasch- und Putzmitteln entsorgt werden können, erfolgt in der Abfallbehandlungsanlage eine Trennung nach Materialien (HDPE und PET). Verpackungen, die nicht stofflich verwertet werden können, werden thermisch genutzt.

Die PET-Flaschen werden durch Nahinfrarot in die Farben klar, blau und grün getrennt. Neue technische Verfahren ermöglichen es, die hohen hygienischen Anforderungen der Lebensmittelindustrie zu erfüllen und aus dem recycelten Material der PET-Flaschen neue Flaschen herzustellen. So kann der Kreislauf von der Flasche zur Flasche („bottle to bottle“) geschlossen werden. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, aus dem gewonnenen Granulat hochwertige Produkte wie Fleece Pullover, Fasern für den Textilbereich, Folien und Kunststoffgebinde, Material für Wärmedämmung oder Plastiksackerl herzustellen.

Dosen blau – geht schon Oida, trenn…

In den Metall-Sammelcontainer können Getränke- und Konservendosen, aber auch Metallfolien, Metallverschlüsse von Gläsern und Flaschen, Kaffeeverpackungen aus Aluminium, Werkzeuge und metallene Küchenutensilien entsorgt werden.

In den 6.100 Wiener Altmetallcontainern werden jährlich 15.000 Tonnen Altmetall gesammelt. Das entspricht etwa einer Menge von rund 65 Wiener Riesenrädern oder 1,6 Millionen Fahrrädern! Schmelzt man Aluminium als Sekundärrohstoff wieder auf, werden dabei nur 5% der Energie verbraucht, die verwendet würde, um die gleiche Menge neuer Metallprodukte aus Hüttenmaterial herzustellen.

Auch die Altmetalle werden vor der Weiterverarbeitung in die verschiedenen Fraktionen getrennt und von Fremdstoffen befreit. Metalle eignen sich sehr gut für eine weitere Verwertung. So kann Aluminium anschließend für hochwertige Gussteile verwendet werden; Eisen fließt in die Stahlproduktion ein. Endprodukte sind dann beispielsweise Eisenbahn- und KfZ-Bauteile, Waschmaschinengehäuse oder Armierungsstahl zur Bewehrung von Stahlbetonbauwerken.

Buntglas grün – geht scho Oida, trenn…

Jedes Jahr sammeln die Wienerinnen und Wiener rund 26.000 Tonnen Altglas. Dafür stehen über 7.200 lärmgedämmte Hubbehälter für Weiß- sowie Buntglas auf öffentlichen Plätzen zur Verfügung.

Beim Einwurf sollten die Glasflaschen nicht absichtlich zerschlagen werden, denn je kleiner die Scherben, desto schwieriger ist es später in der Glasfabrik, mögliche Fremdkörper oder Glas mit der falschen Farbe auszusortieren. Nach der Sortierung in der Fabrik wird das Altglas zerkleinert und bei 1.600°C geschmolzen, bevor es wieder zu Glasflaschen in gleicher Qualität verarbeitet werden kann.

Papier is rot – geht scho Oida, trenn…

Altpapier lässt sich sehr gut recyceln: Ein großer Anteil des Altpapiers wird für die Herstellung von Verpackungen verwendet. Darüber hinaus wird es auch für die Produktion von Hygienepapier und Zeitungsdruckpapier eingesetzt.

In Wien stehen 92.000 Altpapiersammelbehälter zur Verfügung. In diesen werden jährlich rund 127.000 Tonnen Altpapier für die Wiederverwertung gesammelt. In den Sammelcontainer von Altpapier gehören Zeitungen, Illustrierte, Kataloge, Prospekte, Schreibpapier, Hefte, Bücher, unbeschichtete Tiefkühlkartons und Wellpappe.

Dahingegen sollten Taschentücher (bitte zum Restmüll), große Kartonagen (bitte gefaltet zum Mistplatz)  oder Verbundstoffe (bitte zum Restmüll, oder zur Öko-Box) wie Tetrapacks nicht mit dem Altpapier entsorgt werden!

Weiterführende Informationen

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