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Aktualisierung: 08.06.2013

Richtig Müll trennen!

Abfalltrennen ist kinderleicht. Trotzdem tauchen beim Sortieren des Mists immer wieder Fragen auf: Was passiert, wenn buntes Glas im Weißglas landet? Darf ich die Verschlusskappen mit zum Altglas werfen? Was passiert mit meinem Biomüll? Und was wird eigentlich aus den gesammelten Tetrapacks? – Wir geben Ihnen Antworten.

© MA48

Was passiert, wenn buntes Glas im Weißglas landet?

In Wien wird Weiß- von Buntglas getrennt gesammelt. Dafür stehen lärmgedämmte Hubbehälter auf öffentlichen Plätzen bereit, die über zwei voneinander getrennte Kammern verfügen. Landet Weißglas im Buntglas, macht dies keinen großen Unterschied für die Sammlung. Umgekehrt jedoch schon: Bereits eine grüne Sektflasche ist in der Lage, 500 kg farbloses Glas grünlich einzufärben. Zu beachten ist, dass auch leicht eingefärbtes Glas – beispielsweise von einer Weißweinflasche – als Buntglas zählt!

Die Flaschen sollten beim Einwurf in die Sammelbehälter nicht absichtlich zerschlagen werden, denn je kleiner die Scherben, desto schwieriger ist es später in der Glasfabrik, mögliche Fremdkörper oder Glas mit der falschen Farbe auszusortieren. Nach der Sortierung in der Fabrik wird das Altglas zerkleinert und bei 1.600°C geschmolzen, bevor es wieder zu Glasflaschen in gleicher Qualität verarbeitet werden kann.

Für die Sammlung und Wiederverwertung eignen sich:

  • Getränkeflaschen aus Glas
  • Marmeladen- und Konservengläser (z.B. von eingelegten Gurken, Pesto, Fruchtbrei o.ä.)
  • Öl- und Essigflaschen aus Glas
  • Senfgläser
  • Glasfläschchen für Hygieneartikel (Körperöl, Rasierwasser, Parfum) bzw. Medizinfläschchen
  • Das Altglas darf nur restentleert eingeworfen werden. Gläser mit Lebensmittelanhaftungen wie Mayonnaise oder Marmelade sollten aus hygienischen Gründen vor dem Einwurf ausgespült werden.

In die Glascontainer gehören nicht:

  • Pfandflaschen – Zurückgebracht in das Geschäft, erhalten Sie Ihr Geld zurück und die Pfandflaschen können nach der entsprechenden Reinigung direkt wieder verwendet werden!
  • Trinkgläser, Glasteller, Geschirr, Vasen, Steingutflaschen, Porzellan, Keramik – Dies gehört in den Restmüll.
  • Glühbirnen und Halogenlampen – Diese gehören ebenfalls in den Restmüll.
  • Fenster-, Flach- oder Drahtglas, Spiegel und Aquarienglas – Dies muss auf dem Mistplatz entsorgt werden.
  • Glasgebinde mit giftigen Inhalten wie Lacken und Lösungen. Diese müssen in der Problemstoffsammlung entsorgt werden.
  • Schraubverschlüsse, Kapseln oder Korken.
  • Weitere Fremdkörper, aus Kunststoff, Metall, Papier, biogenen Abfällen o.ä.
  • In Wien gibt es 2.300 Sammelinseln mit Glascontainern und zusätzlich über 1.600 dezentrale Standorte. Bei den Mistplätzen direkt wird ebenfalls Altglas angenommen. In Wien stehen insgesamt über 7.600 Altglasbehälter zur Sammlung zur Verfügung.

    Um eine Lärmbelästigung zu vermeiden, sollten zwischen 20 Uhr abends und 7 Uhr in der Früh keine Glasflaschen eingeworfen werden.

    Finden Sie die Sammelbehälter einmal überfüllt vor, stellen Sie bitte die Flaschen nicht vor den Glascontainern ab, sondern entsorgen Sie Ihr Altglas bitte in einem der benachbarten Container.

Was passiert mit meinem Biomüll?

In die Biotonne gehören ungewürzte und ungekochte Obst- und Gemüseabfälle, Pflanzen, Blumenerde in Kleinmengen, alte Brotreste, Tee- und Kaffeesud sowie Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Laub, Baum- und Strauchschnitt, Ernterückstände, Stauden, Fallobst und Wasserpflanzen. Dieser Biomüll wird von der MA 48 vorerst in die Kompostaufbereitungsanlage gebracht, wo er fraktioniert wird und kleine Störstoffe wie Papier oder Kunststoff ausgeblasen werden. Kommt es im Ausnahmefall bei einer Biotonne zu einem großen Anteil von Fehlwürfen wie z.B. Restmüll, so wird der Inhalt gesondert behandelt und in der Biogasanlage einer thermischen Verwertung zugeführt. Im Normalfall wird das Biomaterial jedoch zerkleinert und kommt anschließend in das Kompostwerk Lobau, wo es verrottet. Die so entstehende Komposterde kann in kleineren Mengen für die Verwendung im eigenen Garten kostenlos bei der MA 48 abgeholt werden. Nährstoffreich wie dieser Kompost ist, sollte er nicht in reinem Zustand, sondern mit anderer – weniger nährstoffreicher Erde – vermengt werden.

 

Nicht geeignet für die Biotonne sind:

  • Plastiksackerl – als Sammelhilfe eignen sich Kübel. Wenn Sackerl zum Sammeln verwendet werden, sollten diese in die Biotonne entleert und anschließend entweder wiederverwendet oder im Restmüll entsorgt werden (wenig verschmutzte Papiersackerl im Altpapier).
  • Fleisch, Knochen, Eier, Milchprodukte, Speisereste, Verbundmaterialien (Windeln, Milchpackungen), Staubsaugerinhalte, Katzenstreu – dies gehört in den Restmüll.
  • Große Mengen an Grünschnitt, Wurzelstöcke, lackiertes oder beschichtetes Holz, Äste mit Durchmesser über 30 Zentimeter – bis zu zwei Kubikmeter pro Anlieferung gehören auf den Mistplatz.
  • Jegliche Abfälle, die nicht biologisch abbaubar sind, wie Glas- oder Plastikflaschen, Kunststoffe, Metalle etc.

Was gehört alles in die Gelbe Tonne?

In die Gelbe Tonne gehören:

  • PET-Getränkeflaschen
  • Getränkekartons
  • Plastikflaschen für Wasch- und Putzmittel, beispielsweise Haushaltsreiniger, Spülmittel, Waschmittel, Weichspüler
  • Plastikflaschen für Körperpflegemittel, beispielsweise Shampoo, Duschgel
  • Plastikflaschen für Lebensmittel, beispielsweise für Essig, Speiseöl, Milchprodukte
  • Andere Plastikflaschen, beispielsweise für Kühlmittel, destilliertes Wasser, jedoch kein Motoröl
  •  
Wichtig ist, dass die Flaschen vollständig entleert sind! PET-Flaschen lassen sich gut zusammenfalten. Das spart im Sammelbehälter viel Platz ein. Aus Sicht der Umwelt sollte statt auf Einweg PET-Flaschen jedoch am besten auf Mehrwegflaschen zurückgegriffen werden!

Für die stoffliche Verwertung werden die Kunststoffe im Verwertungsbetrieb sortiert, zerkleinert, gewaschen und zu Granulat verarbeitet. Aus diesem können anschließend Produkte wie Fleece-Pullover, Flaschen, Folien oder Plastiksackerl hergestellt werden.

Getrennt gesammelte Getränkeverbundkartons aus Wien werden in einem Betrieb in der Steiermark zur weiteren Verwertung aufbereitet. In einem Wasserbad, dem sogenannten Pulper, wird die Zellulose durch ständiges Rühren vom Polyethylen und Aluminium getrennt. Die Zellulose wird anschließend zu neuem Verpackungskarton recycelt. Aus diesem entstehen Schachteln und Verpackungen – z.B. Pizzakartons – die wieder im Handel eingesetzt werden. Alle restlichen Materialien wie Verschlusskappen, Aluminium und Polyethylen werden thermisch verwertet.

Weitere Informationen zur Mülltrennung

Standorte in Wien für Altstoffsammelstellen

MA 48 – Informationen zur Mülltrennung

Das Trenn-ABC - Müll richtig entsorgen

ARA – Altstoff Recycling Austria