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Aktualisierung: 28.08.2018

Auch Ihr Gerümpel muss fachgerecht entsorgt werden!

Wohin mit der durchgelegenen Matratze, Omas altem Teppich oder dem kaputten Stuhl? All diese Dinge sind Sperrmüll – das heißt sie dürfen nicht im Restmüll landen und auch nicht an illegale Müllbrigaden übergeben werden!

Sperrmüllsammlung
© MA 48, Christian Houdek

Und das aus gutem Grund: Die Sammelfahrzeuge, die unseren Restmüll entsorgen sind nicht für den Transport von Sperrmüll geeignet, illegale Sammler hingegen schädigen die heimische Wirtschaft durch Entzug der Rohstoffe und oft die Umwelt durch Entsorgung in der Landschaft.

Und so funktioniert es richtig

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Sperrmüll in Wien fachgerecht zu entsorgen:

  • Auf den Wiener Mistplätzen kann Sperrmüll in Haushaltsmengen (etwa 1 m3) gratis abgegeben werden. Was und wieviel genau abgegeben werden darf, steht im Mistplatz-ABC
  • Wer über kein Auto verfügt, kann den Sperrmüll auch abholen lassen. Auch wenn einfach nur die ganze Wohnung, der Dachboden oder Keller rasch und bequem geräumt werden sollen, kann der Entrümpelungsdienst und die Sperrmüllabfuhr der MA 48 kontaktiert werden. Der bequeme Service beinhaltet die Abholung des Sperrmülls direkt aus der Wohnung sowie die fachgerechte Entsorgung. Infos erhalten Sie auf der Website der MA 48

Für größere Mengen kann auch der Mulden-Dienst der MA 48 in Anspruch genommen werden. Die entsprechende Mulde wird angeliefert und aufgestellt und wenn man fertig entrümpelt hat, wieder abgeholt. Ebenfalls enthalten im kostenpflichtigen Service ist die fachgerechte und umweltfreundliche Entsorgung des Abfalls.

Jährlich werden in Wien rund 25.000 Tonnen Sperrmüll gesammelt. Sperrmüll wird auf den Wiener Mistplätzen getrennt gesammelt oder von der Sperrmüllabfuhr (Entrümpelungen) abgeholt. Jene Abfälle, die über die Sperrmüllabfuhr der MA 48 erfasst werden, enthalten noch Wertstoffe. Diese werden daher im Abfalllogistikzentrum Pfaffenau aussortiert und an Verwertungsbetriebe übergeben. In weiterer Folge wird der Sperrmüll zunächst mittels Shredder zerkleinert und dann gemeinsam mit dem Restmüll in einer der Wiener Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Dabei wird Strom und Fernwärme produziert.

Alte Kühlgeräte in der Landschaft
© MA 22

So nicht!

Sogenannte „Kleinmaschinenbrigaden“ – also illegale Abfallsammler-Truppen platzieren sich oft direkt vor den Mistplätzen und warten auf Menschen, die ihren Sperrmüll, Elektroaltgeräte oder andere Wertstoffe entsorgen möchten. Die Abgabe von Abfall an solche Sammeltruppen verstößt nicht nur gegen das Gesetz – es schadet auch Mensch und Umwelt!

Durch die illegale Verbringung des Abfalls ins Ausland verliert Österreich wertvolle Rohstoffe. Allein aus Wien werden jährlich etwa 16.000 Tonnen Abfall illegal ins Ausland gebracht. Das entspricht etwa einem Gegenwert von zwei Millionen Euro.

Auch die Umwelt leidet unter der illegalen Praxis: Oft werden von den illegalen Abfallsammlern nur einzelne, wertvolle Teile der gesammelten Abfälle mitgenommen, der Rest wird einfach weggeworfen und landet nicht selten in der Natur, dadurch entstehen große Schäden und Belastungen für die Umwelt.

Es ist nicht alles Müll was man selbst nicht mehr braucht

Möbel, Gegenstände, Textilien, die man selbst nicht mehr benötigt, können für andere Menschen noch sehr wertvoll sein! Geräte die vielleicht alt aber noch gebrauchstüchtig sind, müssen nicht automatisch auf dem Müll landen. 

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