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Aktualisierung: 26.04.2016

Umweltgerechte Entsorgung von LED, Energiesparlampen & Co

Seit September 2012 sind Erzeugung und Import von Glühbirnen in der EU endgültig verboten – lediglich Restbestände dürfen noch verkauft werden. Auf dem Markt sind drei Alternativen zur konventionellen Glühbirne erhältlich – die LED, die Energiesparlampe und die Halogenglühlampe.

Im Folgenden finden Sie Vor- und Nachteile dieser Alternativen sowie Informationen zu deren fachgerechten Entsorgung.

LED (Licht emittierende Dioden)

Die LED-Lampen sind elektronische Halbleiter-Bauelemente, die klein, robust und kälteresistent sind. Der große Vorteil gegenüber Energiesparlampen: LED -Lampen enthalten kein gesundheitsgefährdendes Quecksilber! LED´s überstehen 20.000 - 50.000 Betriebsstunden und verfügen somit über eine deutlich längere Lebensdauer als eine Energiesparlampe und sind obendrein noch sparsamer im Energieverbrauch. Sie eignen sich für alle Zwecke, sind im Gegensatz zu manchen Energiesparlampen sofort hell, sind schaltfest und kälteresistent. Die hohen Anschaffungskosten gleichen sich durch die lange Lebensdauer aus. Es empfiehlt sich, LED vor allem dort einzusetzen, wo sie viel genutzt werden und lange brennen. Eine 9 Watt LED entspricht in etwa einer 40 Watt Glühbirne.

Entsorgung

In Österreich sollten LED-Lampen nicht in den Hausmüll, sondern gemeinsam mit dem Gasentladungslampen, wie Neonröhren, bei den Sammelstellen entsorgt werden.

Energiesparlampe

Energiesparlampen, die im Haushalt verwendet werden, sind sogenannte Kompaktleuchtstofflampen. Während in den herkömmlichen Glühlampen ein dünner Glühdraht die Lampe zum Leuchten brachte, sorgt in den Kompaktleuchtstofflampen der Quecksilberdampf als Ionisierungsmittel dafür, dass es hell wird. Diese Energiesparlampen brauchen nur rund ein Fünftel des Stroms von herkömmlichen Glühbirnen und sind demnach eindeutig energieeffizienter. Gleichzeitig haben sie eine 5-15 mal höhere Lebensdauer als Glühlampen. Das sind 5.000-15.000 Betriebsstunden. Die Lampen verlieren aber technisch bedingt mit der Zeit an Helligkeit.
Energiesparlampen sind in unterschiedlicher Qualität im Handel erhältlich. In den meisten Fällen verfügen sie über eine hohe Lichtausbeute. Die Lichtausbeute besagt, wie viel Licht sich mit dem eingesetzten Strom erzeugen lässt. Einige Energiesparlampen brauchen etwas Zeit, bevor sie ihre vollständige Helligkeit erreicht haben. Es gibt inzwischen sogenannte Schnellstarter-Lampen, auch als „rapid start bezeichnet“, die sofort bei Einschalten die volle Leuchtkraft erzeugen.

Entsorgung

Energiesparlampen enthalten neben Wertstoffen wie Kupfer, Aluminium und Zinn auch 2-5 mg giftiges Quecksilber und müssen deshalb bruchsicher bei den Problemstoffsammelstellen abgegeben werden. Um zu vermeiden, dass die nicht mehr funktionstüchtige Energiesparlampe bricht und der giftige Quecksilberdampf austritt, empfiehlt es sich, die Energiesparlampe bis zur Entsorgung sicher aufzubewahren – am besten in der Verkaufsverpackung.

In Wien gibt es neben den 19 Problemstoffsammelstellen auf den Mistplätzen noch 54 stationäre und mobile Problemstoffsammelstellen. Auch Elektrofachhändler und Supermärkte ab einer Verkaufsfläche von 150 m² sind dazu verpflichtet die Energiesparlampen anzunehmen – zumindest, wenn damit der Kauf einer neuen Lampe einhergeht.

Was tun, wenn eine Energiesparlampe zerbricht?
Der Quecksilberanteil in Energiesparlampen ist sehr gering. Zerbricht die Energiesparlampe, so tritt das Quecksilber bei Zimmertemperatur aus. Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt es sich deshalb, die Fenster zu öffnen und rund 15 Minuten den Raum zu verlassen. Danach sollte man den Stecker bei der Leuchte rausziehen um Stromschläge zu verhindern. Die Scherben sollten mit einem Karton bzw. einem feuchten Papiertaschentuch zusammengekehrt werden. Um einen direkten Hautkontakt zu vermeiden, ist es ratsam Einmalhandschuhe zu verwenden.
Alle Bruchstücke und verwendete Reinigungsutensilien sollten in einem leeren verschließbaren Glasgefäß, z.B. einem Gurkenglas, gesammelt und beim nächsten Mistplatz oder Problemstoffsammelstelle abgegeben werden. Achtung! Ein Staubsauger eignet sich nicht zum Entfernen der Quecksilber-Kügelchen, da dieser beim Ausblasen der Luft die Quecksilberpartikel im Raum verteilen kann.

Halogenglühlampe

Bei Halogenglühlampen sorgt – vergleichbar mit der herkömmlichen Glühbirne – ein glühender Wolframdraht für die Helligkeit. Der Glühdraht steckt bei der Halogenglühlampe in einem Quarzglaskolben, der speziell beschichtet ist und mit Gasen gefüllt ist. Die Halogenglühlampen haben mit einer Lebensdauer von bis zu 5.000 Betriebsstunden und einer hohen Lichtausbeute gegenüber herkömmlichen Glühlampen einen klaren Vorteil, schneiden hinsichtlich der Lichtausbeute gegenüber den Energiesparlampen jedoch schlechter ab: Laut einem Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2011 werden bei Halogenglühlampen über 90 Prozent der Energie zu Wärme umgewandelt.
Halogenglühlampen besitzen sehr gute Farbwiedergabeeigenschaften und eignen sich für Orte, an denen Objekte wie Kunstwerke farbgetreu erscheinen sollen. Auch als Leselampe sind sie gut geeignet, jedoch sollte das Netzteil abschaltbar sein. Halogenglühlampen sind dimmbar und erzeugen eine warme Lichtfarbe. Ab 2016 sind nur noch die Halogenglühlampen in der Energieeffizienzklasse A und B im Handel verfügbar. 

Entsorgung
Halogenglühlampen und herkömmliche Glühlampen enthalten feine Drähte, die bei der Glasaufbereitung in den Zerkleinerungsanlagen fast unsichtbar an den Scherben hängen bleiben. Sie führen beim Einschmelzen und Formen von neuen Glasgegenständen zu Einschlüssen, die Flaschen und Gläser unbrauchbar machen. Aus diesem Grund gehören Halogenglühbirnen, wie auch konventionelle Glühbirnen, in den Restmüll – und nicht zum Altglas! Die geringen Mengen an Halogenen-Wasserstoff-Verbindungen, die in den Halogenglühbirnen enthalten sind, sind für Mensch und Umwelt nicht gefährlich.