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Aktualisierung: 24.09.2018

Wer Kreislaufwirtschaft sagt, muss Abfallvermeidung sagen!

Mit Mehrweg gegen die Verpackungsmüll-Berge

Wiener Mehrwegbecher
(c) Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG

Die Abfallvermeidung ist der oberste Grundsatz im österreichischen und europäischen Abfallrecht. Dennoch werden in Österreich jedes Jahr Getränke in etwa 4.000.000.000 Stück Dosen, Einwegplastikflaschen und anderen Einwegverpackungen verkauft und fallen als Abfall an. Um das dadurch anfallende Müllvolumen zu transportieren, würden nach Berechnung der ExpertInnen der Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22 rund 38.000 LKW mit Anhänger benötigt, deren Kolonne von Wien bis Hamburg reichen würde. Die Verwendung von Mehrwegverpackungen kann eine große Menge an Verpackungsabfällen einsparen und hat bei der Ökobilanz eindeutig die Nase vorn.

In Glasflaschen verpackte Produkte, etwa Milch, werden von den KonsumentInnen oftmals als umweltfreundlich angenommen. Bei Einweg-Glasflaschen, etwa für Milch oder Bier, ist das allerdings ein Trugschluss, da der Ressourcen- und Energieaufwand dem von Mehrwegflaschen immer noch übersteigt. Mehrwegflaschen können rund 40 Mal gewaschen, wieder befüllt und „im Kreis geführt werden“ – sie sind die wahren Champions der Kreislaufwirtschaft.

Um bei Veranstaltungen Müll durch Einwegprodukte einzusparen, setzt die Stadt Wien einerseits auf die Mehrweg-Bestimmungen des Wiener Abfallwirtschaftsgesetzes, andererseits auf das Prädikat ÖkoEvent. Die Stadt geht bei ihren Veranstaltungen mit gutem Beispiel voran und richtet diese seit heuer sogar als ÖKoEvent PLUS aus. Bei ÖkoEvent-Veranstaltungen gibt es eine Check-Liste mit „Mindest-Kriterien“, die jedenfalls einzuhalten sind und „Kann-Kriterien“, die den Event noch umweltfreundlicher machen. Bei ÖkoEvent PLUS-Veranstaltungen müssen auch alle zutreffenden „Kann-Kriterien“ eingehalten werden.

Wie Abfallvermeidung bei Großveranstaltungen funktioniert, können Sie am guten Beispiel „Afrika-Tage Wien“ nachlesen. Die Bilanz der Afrika Tage auf der Wiener Donauinsel betreffend Abfallvermeidung kann sich sehen lassen: Durch den gezielten Einsatz von Mehrwegsystemen konnten bei dem Festival im Vergleich zum Vorjahr knapp vier Tonnen Restmüll eingespart werden.