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Aktualisierung: 05.07.2017

Wien ist die sauberste Region Österreichs 2017

Ein echtes Paradebeispiel, das trotz der Anonymität in einer Millionenstadt hervorragende Ergebnisse liefert - so begründete die Jury den Sieg Wiens bei der österreichweiten Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“. Wien hat den begehrten Umweltpreis heuer erstmals gewonnen.
 

Straßenreinigung
© Christian Houdek

Die von Umweltstadträtin Ulli Sima gestartete Initiative „Saubere Stadt“ hat es in die Finalrunde des ARA-Awards geschafft. „Unsere umfangreichen Sauberkeitsmaßnahmen greifen und mein Dank gilt hier allen Wienerinnen und Wienern, die unser breites Angebot nutzen und unsere Stadt so sauber halten“, so Sima

Wiens Beitrag: Aktion Saubere Stadt

Eingereicht wurde von Seiten der Stadt Wien die „Aktion Saubere Stadt“, die ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Steigerung der Sauberkeit und ein großes Serviceangebot umfasst. Besonderes Engagement, kreative Kampagnen und die Umsetzungsqualität überzeugten die Jury. Die gesteigerte Eigenverantwortung und damit die Mithilfe der Wiener Bevölkerung, der TouristInnen und der PendlerInnen sind essentiell, um Wien auch künftig sauber zu halten.

Die Stadt Wien setzt auf drei Säulen:

  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen: breite Sensibilisierung und Information der Bevölkerung zur Steigerung der Eigenverantwortung durch laufende Info-Offensiven.
  • Ausbau des Serviceangebots: Ausbau öffentlicher Papierkörbe, Ausstattung der Papierkörbe mit Aschenrohren, Papierkörbe wurden sichtbar durch orange Gummilippen und humorvollen Aufklebern, zusätzlich freistehende Aschenrohre, Ausbau der Hundekotsackerlspender, Wiesenstecker gegen Hundekot und vieles mehr.
  • Sanktionsmöglichkeit: Mit Inkrafttreten des Wiener Reinhaltegesetzes werden Müllsünder seit 2008 gestraft. Bis Ende 2016 haben die WasteWatcher 55.000 Mal ermahnt, Organstrafen ausgegeben bzw. Verfehlungen zur Anzeige gebracht.

 

Die Erfolge sind sicht- und messbar:
­- 100.000 Hundekotsackerln landen täglich in Wiens öffentlichen Papierkörben oder in den Restmüllbehältern auf den Liegenschaften.
­- 100 Mio. Tschickstummeln werden jährlich ordnungsgemäß in die Aschenrohre entsorgt.
­- Minus 64 % an Illegal entsorgten Kühlgeräten
­- Minus 41 % an illegal entsorgtem Sperrmüll

Das Gesamt-Paket wirkt, Wien zählt zu den saubersten Metropolen der Welt und wurde bereits zum achten Mal in Folge laut Mercer Studie zur lebenswertesten Stadt gewählt.

Anti-Littering Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ 

Der Award wird seit 2014 auf Initiative der Altstoff Recycling Austria AG in Kooperation mit dem Österreichischen Städtebund, der Österreich Werbung und dem Österreichischen Gemeindebund vergeben. Der Gewinner wurde zu 50 % von einer Expertenjury bestimmt und zu 50 % im Zuge eines Onlinevotings ermittelt. Neben Wien schafften es sieben Projekte zum spannenden Publikumsvoting, wo sich Wien mit Wiener Neudorf in einem spannenden Kopf-an-Kopf Rennen matchte. Ziel der Aktion ist es, Gemeinden, Regionen oder Städte, die sich besonders für die Sauberkeit engagieren, vor den Vorhang zu holen und zu belohnen. Konkret wurde nach Abfallvermeidungsinitiativen, Bewusstseinsbildungsaktionen und Maßnahmen, die eine Verbesserung der Littering-Situation zum Ziel haben oder hatten, gesucht.

 

Lobende Worte kamen auch von ARA-Vorstand Werner Knausz, der der Mastermind der Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ ist: „Als Wahlwiener freut es mich natürlich auch persönlich, dass sich die Bundeshauptstadt erstmals gegen die starke Konkurrenz aus den Ländern durchsetzen konnte. Wer über die Grenzen blickt, merkt nämlich recht schnell, dass der außerordentliche Einsatz der Wiener nicht selbstverständlich ist. Das Engagement der Stadt gegen Littering ist eine echte Visitenkarte für Österreich und wird auch in den Nachbarländern als Vorbild wahrgenommen.