Die Ökologische Reinigung - gründlich aber umweltfreundlich

Täglich versuchen uns Werbespots davon zu überzeigen, dass Küche, Böden und Bad nur mit Hilfe verschiedenster Reinigungsmittel in keimfreie, glänzende Orte verwandelt werden können. Doch für das glänzende Strahlen sorgen in der Werbung starke Scheinwerfer und präparierte Oberflächen.

Übertriebene Sauberkeit und Keimfreiheit in allen Lebensbereichen ist in Wahrheit nicht gesund. Desinfektionsmittel haben im Privathaushalt nichts zu suchen! Vor allem in „antibakteriellen“ Reinigern werden aggressive Chemikalien eingesetzt, die schädlich für die Gesundheit und Umwelt sein können. Ökologisch Reinigen bedeutet umweltfreundliche Alternativen zu verwenden.

Frische Luft

Sonnenlicht und Frischluft sind nicht nur sehr wirksame sondern auch die natürlichsten Hilfsmittel gegen Krankheitserreger und schlechte Gerüche.

  • Gerüche verschwinden dürch Lüften. Lüften Sie regelmäßig jeden Tag! Eine schlechte Raumluft ist häufig stärker mit Schadstoffen belastet als die Außenluft, stört das Wohlbefinden und die Konzentration. Mehr zu gesunder Luft in geschlossenen Räumen finden Sie unter www.meineraumluft.at
  • Bei schönen Wetter wird Kleidung, Decken, Pölster und Teppiche in die Sonne gehängt. Die Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung) des Sonnenlickts verhindert die Vermehrung von Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze) und verhindert ihre Ausbreitung.
  • Oft reicht es schon Flecken mit der Kleiderbürste auszubürsten. Das erspart die teure chemische Reinigung und schont die Umwelt.

Glasklare Fenster

Saubere Fenster wirken einladend und sind die "Augen" einer Wohnung oder eines Hauses.

  • Mikrofasertücher, ein Abzieher mit Gummilippe oder altes Zeitungspapier und ein Eimer mit Wasser - mehr braucht es nicht.
  • Das Mikrofasertuch reinigt am besten ohne Chemie, trocken oder nur mit Wasser befeuchtet. Gibt es hartnäckigere Ablagerungen kann dem lauwarmen Wasser ein Spritzer Geschirrspülmittel oder Haushaltsessig (3 Teile Wasser und 1 Teil Essig) zugesetzt werden.
  • Zuerst wird der Fensterrahmen von grobem Schmutz zu befreien, dann das Fensterglas und am Schluß das Fensterbrett gesäubert.

Küche

Mit umweltfreundlichen Reinigungsmitteln erreichen Sie einen hygienischen Zustand in der Küche. Spezielle Hygiene- oder Kraftreiniger, die mit der Vernichtung von Bakterien werben, sind im Haushalt nicht notwendig. Der richtige Umgang mit Lebensmitteln und Hygiene in der Küche verhindern Erkrankungen. Dazu braucht es keine aggressiven Chemikalien.

  • Küchenoberflächen werden mit etwas Geschirrspülmittel sauber.
  • Hartnäckige Fettkrusten können mit etwas Schmierseife oder einem ökologischen Küchenreiniger gelöst werden: konzentriert auf den Fleck aufgetragen und länger einwirken lassen.
  • Seien  Sie  vorsichtig  bei  der  Verwendung von  Schmierseife:  nur  mit  Haushaltshandschuhen verwenden und vorher gut verdünnen!

Bad und WC

Im Bad und WC helfen natürliche organische Säuren gegen Kalkflecken.

  • Ein ökologischer Bad- oder Sanitärreiniger enthält Zitronen-, Milch- oder Essigsäure.
  • Armaturen am Waschbecken, Dusche und Badewanne werden durch das Polieren mit trockenen Mikrofasertüchern wieder wie neu.

Möbel und Böden

Bei Möbeln und Böden reicht in der Regel das Wischen mit einem trockenen oder feuchten Mikrofasertuch oder Mikrofaser-Mopp. Gibt es hartnäckigeren Schmutz, dann kann ein milder Allzweckreiniger verwendet werden. 

  • Offenporige Möbel oder Holzmöbel nicht mit Mikrofasertücher wischen. Aufgrund ihrer guten mechanischen Reibwirkung könnten Kratzer entstehen. Je nach Oberfläche gibt es das passende Mikrofasertuch.
  • Bei der Pflege von Holzmöbel macht ein weiches Baumwolltuch mit Leinöl oder Bienenwachs die Oberfläche wieder geschmeidig und glänzend.
  • Für Laminat-, Holz- und Teppichböden empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen. Kehren wirbelt eher Staub auf.

Weniger Mist beim Reinigen 

  • Für eine saubere Wohnung hilft es wesentlich, wenn die Straßenschuhe vor dem Betreten der Wohnung auf einem Fußabstreifer abgeputzt werden und dann im Vorraum ausgezogen werden.
  • Achten Sie bei der Verwendung von Reinigungsmitteln immer auf die auf der Verpackung angegebene Dosiermenge!
  • Reste von Spezialreinigern müssen über die Problemstoffsammelstelle entsorgt werden.
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  2. Weitere Informationen

Eine praktische Hilfestellung zur Auswahl von umweltfreundlichen Reinigungsmittel bietet die Datenbank ÖkoRein. Sie listet Wasch- und Reinigungsmittel, die als umwelt- und gesundheitsschonend bewertet werden.