GewinnerInnen des Umweltpreises der Stadt Wien 2013

Archivmeldung vom 27.02.2013.
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Mit cleveren Ideen mehr für die Umwelt tun und weniger Betriebskosten ausgeben!

Ein gemeinnütziger Service-Betrieb, der sich für reparaturfreundliche Elektrogeräte einsetzt, ein modernes Recyclingverfahren zur Herstellung von Milchsäure, ein umweltschonendes Reinigungssystem für Flugzeugtoiletten und ein cleveres Bauprojekt – das sind die vier Projekte, die am Abend des 25. Februars mit dem Umweltpreis 2013 der Stadt Wien ausgezeichnet wurden. Die Umweltpreise werden jedes Jahr im Rahmen des OekoBusiness Wien vergeben.
Die Würdigung dieser herausragenden Umweltleistungen soll noch mehr Wiener Betriebe zum aktiven Umweltschutz motivieren. Interessierten Unternehmen bietet der OekoBusiness, das Umweltservice der Stadt Wien, eine umfassende, geförderte Beratung. Beinahe 1.000 Betriebe haben diesen Service bereits genutzt.

Das sind die GewinnerInnen des Umweltpreises 2013
Das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z leistet wichtige Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur "Geplanten Obsoleszenz" – dem programmierten, frühzeitigen Ablaufdatum von Elektrogeräten – und macht auf die ökologischen und ökonomischen Vorteile der Reparatur von Geräten aufmerksam. Gemeinsam mit den SozialpartnerInnen setzt sich der gemeinnützige Betrieb darüber hinaus für eine deutliche Kennzeichnung von langlebigen, reparaturfreundlich konstruierten Neugeräten ein. Das besondere Engagement des Betriebes gegen den Wegwerftrend zum Vorteil der Umwelt und der KonsumentInnen hat die Jury überzeugt.

Das Wiener Start-up-Unternehmen ab&dc innovations GmbH setzt auf die Verwertung industrieller Reststoffe und entwickelte in Kooperation mit dem Institut für Anorganische Chemie der Universität Wien ein innovatives Verfahren, um Milchsäure – u. a. ein in der Pharma- und Kosmetikindustrie gefragter Rohstoff – aus Glycerin herzustellen, einem Neben- bzw. Abfallprodukt der Biodiesel-Industrie. Die neue Entwicklung ersetzt die herkömmliche, kostenintensive Erzeugung auf Basis von Getreide und Zucker. Die Jury war von dem innovativen Ansatz des "Recyclings" begeistert.
Die Austrian Airlines setzen auf "WALICLEAN", ein eigens entwickeltes ökologisches Reinigungssystem für Toilettenleitungen im Flugzeug. Waren bisher aggressive Chemikalien und aufwändige Reinigungsprozeduren notwendig, zirkuliert nun handelsübliche Zitronensäure und warmes Wasser mit Unterdruck durch das Leitungssystem – mit überzeugendem Ergebnis. Die neue Entwicklung, so die Jury, überzeugt in ökonomischer und ökologischer Hinsicht. Die Entsorgung des Spülwassers ist nun völlig problemlos und umweltfreundlich. Gleichzeitig sinken die Kosten für Reinigungsmittel, Personal und Entsorgung.

Der Buntmetallgroßhändler Peter Blau nützt das beim Firmenneubau vorgeschriebene Löschwasserbecken zur Errichtung einer Wärmepumpe, die mittels Sonnenenergie im Winter fürs Heizen, im Sommer zur Kühlung des Bürogebäudes dient. Die technischen Grundlagen wurden in Zusammenarbeit mit Jürgen Loidl von der FH Pinkafeld im Zuge seiner Diplomarbeit erarbeitet. Die Jury würdigte den Ansatz, eine teure technische Notwendigkeit im Sinne des Brandschutzes mit einem ökologischen Konzept zu kombinieren.

Sparen nach Plan – mit dem OekoBusiness Wien
Der OekoBusiness Wien ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 ins Leben gerufen, unterstützt der OekoBusiness Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken. Fast 1.000 Wiener Betrieben haben bereits einmal oder mehrmals am OekoBusiness Wien teilgenommen – das sind knapp 20 Prozent alle aktiven Wiener Betriebe mit mehr als einem/einer MitarbeiterIn.

Weitere Informationen zum OekoBusiness Wien sind unter www.oekobusinessplan.wien.at abrufbar, alle teilnehmenden Betriebe und deren Maßnahmen sind unter unternehmen.oekobusinessplan.wien.at  zu finden.