Mikrofasertücher – der neue Reinigungstrend

Eine Allergie aufs Putzen zu haben ist nicht nur eine gute Ausrede um weniger zu tun, sondern oft eine Tatsache. Denn Haushaltchemikalien können allergische Reaktionen auslösen. Dabei gibt es eine praktische Erfindung, die ohne Reinigungsmittel und großen Verpackungen auskommt: Mikrofasertücher.

Mikrofaser sind speziell gewobene feinste Fasern, die eine große Oberfläche haben und viel Schmutz aufnehmen können. Beim Einsatz dieser „Wundertücher“ kann auf Reinigungsmittel Großteils verzichtet werden. Mit Mikrofasertücher statt Einwegtüchern wird Geld gespart und gleichzeitig entsteht weniger Mist.

Vorteile von Mikrofasertücher

Mikrofasergewebe bestehen aus dünnen, künstlichen Fasern wie Polyester, Polyamid. Durch ihre geringe Größe  können die Fasern in kleinste Poren eindringen und ohne Reinigungsmitteln gründlich reinigen. Die Mikrofasern lösen Schmutz mechanisch von Oberflächen und nehmen die Schmutzpartikel  auf. Sie sind eine umweltfreundliche Alternative, weil weniger Reinigungsmittel gebraucht wird und damit weniger Chemie im Abwasser landet. Sie haben auch gesundheitliche Vorteile, denn Reinigungsmitteln können auf die Haut gelangen oder eingeatmet werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Unfall durch Verschlucken. Das kann besonders bei Kleinkindern und Kindern sehr gefährlich sein.

Auf Reinigungsmittel verzichten

Die Mikrofasertücher gibt es in verschiedenen Größen und für verschiedenste Anwendungen wie beispielsweise für den Boden als Wischmopp, Fenstertuch oder Wischtuch für Möbel - es gibt das richtige Tuch für die richtige Oberfläche.

  • Mit nebelfeuchten Mikrofasertüchern, das heißt kurz in reines Wasser getaucht gut ausgewrungen, glänzen Armaturen an Waschbecken, Fliesen und Spiegel wieder wie neu. Wasserflecken und leichte Kalkablagerungen lassen sich mit trockenen Mikrofasertüchern gut entfernen.
  • Gegen starke Kalkablagerungen hilft ein saurer Reiniger auf Essig- oder Zitronensäurebasis.
  • Die Fenster werden mit Wasser und Mikrofasertüchern sowie Gummiabzieher am besten sauber und lassen die Sonne wieder ungehindert ins Haus. Chemische Glasreiniger sind nicht nötig.
  • Es gibt auch Bodenwischgeräte, die mit wiederverwendbaren, weil waschbaren Mikrofasertüchern bestückt werden können. Dagegen sind feuchte vorimprägnierte Einmaltücher oft mit Reinigungschemikalien oder Öle getränkt. Oft hinterlassen diese Wegwerfprodukte Schlieren oder einen klebrigen Film, der den Schmutz erst recht anzieht. Sie machen viel Müll und sind teuer und deshalb im umweltfreundlichen Haushalt unerwünscht.

Weitere Informationen

Das Infoblatt "Reinigen ohne Chemie" von DIE UMWELTBERATUNG informiert über die richtige Anwendung von Mikrofasertücher.