2013 Kampagne: Verputzen statt Verschwenden

Archivmeldung vom 12.08.2013.
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Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima startet am Montag, den 12. August 2013 am Rathausplatz im Rahmen eines Pressegespräches die breit angelegte Info-Kampagne zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Wien.

Logo der Kampagne

Logo der Kampagne

Lebensmittel im Wert von über € 400,- landen pro Wiener Haushalt jährlich im Müll. Diese alarmierende Botschaft soll die Wienerinnen und Wiener wachrütteln, sorgsamer mit ihren Lebensmittel umzugehen, bewusster einzukaufen und in der Folge weniger in den Restmüll zu schmeißen.

Wir alle kennen das nur allzu gut: man geht einkaufen, kauft zu viel, lagert im Kühlschrank, die Ware läuft ab und landet ungeöffnet – oft aber noch genießbar – im Mistkübel“, so Umweltstadträtin Ulli Sima.

In den Magen statt in den Mistsack!

Das Sujet der Kampagne veranschaulicht und schockiert zugleich mit einer sehr einfachen Bildsprache die Thematik.

Mit der aktuellen Kampagne soll eine intensive Diskussion ausgelöst, Bewusstsein für einen sensiblen Umgang mit Lebensmittel geschaffen und konkrete Tipps zur Vermeidung von Lebensmitteln gegeben werden.

Somit profitiert sowohl die Umwelt als auch die Geldbörsen der Wienerinnen und Wiener!

Verschiedene Informationskanäle machen auf dieses Thema aufmerksam:

• Einfache Tipps und weitergehende Infos gibt es auch auf der 48er-Facebookseite

• über den neuen Folder "Verputzen statt Verschwenden" der MA 22 und MA 48, Download

• Am 29. August gibt es um 20.30 Uhr eine Gratisfilmvorführung der beeindruckenden Dokumentation „Taste the Waste“ von Valentin Thurn auf der Piazzetta am Brunnenmarkt in Ottakring, Download Einladung

• Am Wochenende vom 21. und 22. September findet am Gelände des Mistplatzes Hernals das 22. Mistfest statt. Natürlich wird auch hier die Vermeidung von Lebensmittelabfällen hochgehalten: Das Sujet der Kampagne ist als überdimensionales 3-D Objekt wird ausgestellt, die Wiener Tafel informiert über die Weitergabe von Lebensmitteln an Bedürftige.

• Dass Abfallvermeidung ganz einfach sein kann, stellt das eigens zur Kampagne gebrandete Spaghettimaß unter Beweis: Dies Schablone hilft bei der optimalen Portionierung von Spaghetti und wird im Rahmen von Informationsgesprächen bei diversen Veranstaltungen gratis ausgegeben.

Grätzelprojekt in der Donaustadt: Durch Vernetzung von Landwirtschaft, Märkten und Supermärkten, Gastronomie, sozialen und anderen Einrichtungen in einem Grätzel der Donaustadt sollen auf regionaler Ebene Lebensmittelabfälle vermieden werden. Dazu werden von der Fa. Plansinn im Auftrag der MA 22 in einem ersten Schritt die vorhandenen lokalen Strukturen zur Nutzung und Weitergabe von Lebensmitteln sowie die ProduzentInnen und VerbraucherInnen im Grätzel erhoben. www.umweltschutz.wien.at/nachhaltigkeit/lebensmittelpunkt.html

• Pilotprojekt „Gemeinschaftlich getragener Landwirtschaftsbetrieb/ Genossenschaft für regionale Lebensmittel“. Als Teil der Initiative "Nachhaltige Donaustadt" wird seit 2013 in Wien erstmals ein Projekt zur „solidarischen Landwirtschaft“ mit einem Donaustädter Biobauern durchgeführt. Der landwirtschaftliche Betrieb Biohof Radl kooperiert dabei mit einer Gruppe privater Haushalte, wobei die AbnehmerInnen anhand einer Kostenschätzung die landwirtschaftliche Produktion vorfinanzieren und im Gegenzug den Ertrag ihres Anteils erhalten. Die AbnehmerInnen haben frisches, regionales, saisonales Gemüse und Obst; der Landwirt produziert keine Überschüsse, die entsorgt werden müssten. Infos: www.biohof-radl.at; www.solidarische-landwirtschaft.org

Internationaler Abfallwirtschaftskongress in Wien: Vom 7. - 11. Oktober 2013 steht Wien im Fokus der internationalen Abfallwirtschaft. Über 1.000 Delegierte aus aller Welt werden beim ISWA-Weltkongress erwartet, welcher von der MA 48 veranstaltet wird. Die MA 22 präsentiert hier die Maßnahmen der Stadt Wien zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. https://www.iswa.org

Wissenschaftlicher Förderpreis der MA 22:  Im Zentrum des heurigen wissenschaftlichen Förderpreises steht ebenfalls die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Wissenschaftliche Arbeiten dazu können bis zum 13. September 2013 eingereicht werden.

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