Bewusst gegen Lebensmittelverschwendung

Ob in Wien, Österreich oder ganz Europa - viele Initiativen wollen die Achtsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln fördern. Ob im Unternehmen oder Haushalt - die meisten Maßnahmen bringen sogar Geld.

geschnittene Gurke und Gurkenschale

geschnittene Gurke und Gurkenschale

OekoBusiness Wien, das Umwelt-Service-Programm der Stadt Wien

OekoBusiness Wien unterstützt Unternehmen dabei umweltrelevante Maßnahmen umzusetzen und Betriebskosten zu senken. So hat zum Beispiel das Hotel Stefanie, das älteste Hotel Wiens die geförderte Beratung von küchenprofi[t] genutzt, die Küche optimiert und spart Lebensmittel im Wert von 10.000 € pro Jahr ein.

Ein weiteres Angebot, das im Rahmen von OekoBusiness Wien entwickelt wurde, ist smart kitchen. Beim gemeinsamen Kochen wird Lebensmittelabfallvermeidung praktisch und in reger Diskussion vermittelt. Zielgruppe sind GastronomInnen, sowie ExpertInnen aus der Abfallwirtschaft und Umweltschutz.

Für Start-up-Unternehmen ist die Schiene „RE:WIEN – Ideen für deine Stadt“ ein ideale Möglichkeit um ihre Ideen von Anfang an mit Begleitung nachhaltig umzusetzen. 2017 lag ein Schwerpunkt auf dem Thema Lebensmittel-Abfälle. 9 junge UnternehmerInnen konnten mit Unterstützung von Impact Hub Vienna ihre Geschäftsidee realisieren, unter den geförderten: Unverschwendet - die kulinarische Lösung gegen Lebensmittelverschwendung!

Logo Lebensmittelpunkt Wien

Logo Lebensmittelpunkt Wien

Abfallvermeidung bei Lebensmitteln in Wien

Unter der Dachmarke LebensmittelPunkt Wien werden wichtige Initiativen in Wien zur Vermeidung bzw. Reduktion von Lebensmittelabfällen präsentiert. Dazu gehören Projekte der Verwaltung, Unterstützung von Lebensmittelweitergabe-Initiativen oder Kooperationen mit Partnern wie United Against Waste. Auf den Lebensmittelabfallseiten sind Informationen über die Umweltauswirkungen der Lebensmittelverschwendung mit Daten und Fakten abrufbar.

STREFOWA - Strategies to Reduce Food Waste in Central Europe

Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und die Ursachen zu beleuchten ist die Ziel von STREFOWA. Im Projekt werden spannende Initiativen prämiert. So werden zum Beispiel die Lebensmittelabfallsammlung und Weitergabe von Lebensmitteln in einigen Ländern darunter auch Österreich optimiert. Weiters werden SchülerInnen und KonsumentInnen für das Thema sensibilisiert. Dazu werden zum Beispiel online Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe 1 (15 – 18 Jahre) angeboten. Dieses Projekt wird von der Magistratsabteilung 22 unterstützt Die Unterlagen werden im Puma-Lehrerweb zur Verfügung gestellt.

Milan Urban Food Policy Pact und Ernährungsrat

Seit 2015 verfolgt die Stadt Wien die Ziele eines nachhaltigen Ernährungssystems im Sinne des Milan Urban Food Policy Pacts, in dem Lebensmittelabfallvermeidung eine wichtige Rolle spielt. Maga. Adelheid Sagmeister ist dafür die Koordinatorin in der MA 22. Sie vernetzt und forciert seit 2017 die immer zahlreicher werdenden Initiativen in Wien, wie auch den im Dezember 2018 gegründeten Ernährungsrat Wien.

Weiterführende Links:

  • UNITED AGAINST WASTE - Lebensmittelabfälle in der Gastronomie
  • Online-Schnelltest für Lebensmittelabfall in einem Betrieb
  • Unverschwendet  - die Initiative verwandet Überschüsse an Obst und Gemüse in Marmeladen, Chutneys usw. – für Unternehmen werden die Produkte als nachhaltige Werbeartikel angeboten.
  • Initiative Lebensmittel sind kostbar: Vom Kochbuch der Nachhaltigkeit, über Unterrichtsmaterialien bis zur Aktionsplattform des Handels. Die Initiative Lebensmittel sind kostbar des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) setzt Aktivitäten um das Bewusstsein für einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmittel zu fördern. Vom Handel, über die Kammern bis zur Stadt Wien sind viele Partner vertreten.

  • Mit dem Schwerpunkt „Essen verschwenden ist Mist“ drehte sich 2016 bei der Initiative Mutter Erde alles um Lebensmittelverschwendung. Die Webseite bietet Hintergrundinformationen, Zahlen und Fakten zum Thema und detaillierte Informationen zu Lebensmitteln, deren Einkauf und Lagerung. Heuer steht mit „Schau wo dein Essen herkommt“ ein verwandtes Thema im Mittelpunkt.