2013 Initiative "Lebensmittelpunkt Donaustadt"

Archivmeldung vom 04.09.2013.
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In Städten - so auch in Wien - werden große Mengen an Lebensmitteln in den Restmüll geworfen. Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) und die Bezirksvorstehung Donaustadt wollen dem nun entgegen wirken.

Das Pilotprojekt "Lebensmittelpunkt Donaustadt" sucht Antworten auf die Frage, wie die in einer bestimmten Region erzeugten und gekauften bzw. verarbeiteten Lebensmittel optimal genutzt werden können, ohne dass viel weggeworfen werden muss. Akteurinnen und Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind eingeladen mitzumachen. Denn Lebensmittel sind zu wertvoll für den Mist!

Die MA 22 und die Bezirksvorstehung Donaustadt wollen gemeinsam mit Landwirtschaft, Handel, Gastronomie, sozialen und anderen Einrichtungen nachhaltige Netzwerke in der Donaustadt aufbauen und eine lokale Drehscheibe sinnvoller Lebensmittelweitergabe initiieren. Beim "Grätzelprojekt", das Aspern, Stadlau, Hirschstetten und Teile von Breitenlee umfasst, sollen z.B. Betriebe, die einen Überschuss an Lebensmitteln haben, und Organisationen, die diese Überschüsse annehmen und weiterverarbeiten würden, lokal zusammengebracht werden.

Kooperationen und Online-Plattform

Bestehende und neue Kooperationen sollen dazu führen, dass möglichst viele Lebensmittel in der Donaustadt sinnvoll genutzt werden, wie zum Beispiel beim Projekt Le+O - Lebensmittel und Orientierung in Aspern. Bei dieser Kooperation der Pfarre Aspern und der Caritas werden Lebensmittelspenden gegen einen symbolischen Preis an Bedürftige weitergegeben.

Wissen zur Verwertung von Lebensmitteln, zum Haltbarmachen von Nahrungsmitteln, zu Möglichkeiten der Weitergabe im lokalen Umfeld wird durch "Lebensmittel Donaustadt" vermittelt. Wenn man z.B. vor dem Urlaub noch einiges an Essbarem zu Hause hat, das danach verdorben wäre, kann man auch die neue Online-Plattform foodsharing nutzen und die Lebensmittel an andere weitergeben. Gesucht werden noch "Fairteiler", damit man die Spende auch zu einem Ort in der Nähe bringen kann, von dem sie abgeholt werden kann.

Engagement leicht gemacht

Im Durchschnitt werden in Wien pro Person 100 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr in den Restmüll geworfen, davon wären bei rechtzeitigem Konsum 40 Kilogramm vermeidbar (angebrochene und auch originalverpackte Lebensmittel).

Jede bzw. jeder von uns kann einen Beitrag leisten, Lebensmittelabfälle zu reduzieren! Das kann zu Hause erfolgen, am Arbeitsplatz und in der Freizeit und am besten hilft man in der Nachbarschaft zusammen, um plötzlich auftauchende große Mengen zu verarbeiten, haltbar zu machen oder sie zu verteilen. Das ist sinnvoll, fördert die Gemeinschaft und macht vielleicht sogar Spaß.

Wer sich engagieren möchte oder Ideen für Projekte zur Weitergabe von Lebensmitteln einbringen möchte, wendet sich bitte an das Büro PlannSinn, E-Mail: grossauer@plansinn.at, Telefon.: + 43 1 585 33 90-24.

Weiterführende Informationen