Kompostierbares Gartenzubehör

Die verwendeten Schnüre und Folien für das Hochbinden und Abdecken in Gärten bestehen häufig aus herkömmlichen Kunststoffen. Es gibt jedoch auch Alternativen aus nachwachsenden und kompostierbaren Materialien, die weniger Abfall erzeugen.

Herkömmliche Kunststoffe werden aus Erdöl hergestellt und verrotten nicht. Solche Kunststoffschnüre und –folien müssen im Herbst entfernt und über den Restmüll entsorgt werden. Gartenzubehör aus kompostierbaren Materialien erspart dieses mühsame Trennen von Pflanzen, Schnüren und Abdeckmaterial. Zusätzlich trägt man damit zu einer Verringerung des Verbrauchs fossiler Energieträger bei und verhindert, dass Kunststoff, der nicht verrotten kann, ewig als Abfall in der Landschaft bleibt.


Kompostierbare Materialien
Kompostierbare Materialien sind vollständig biologisch abbaubar. Die Rohstoffe stammen zum Beispiel aus Zellulose und/oder Stärke verschiedener Kulturpflanzen. Das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ zeichnet kompostierbare Abdeckprodukte und Schnüre sowie andere Bindematerialien aus. Je nach Art des Produkts verrotten die Materialien direkt bei den Pflanzen (zum Beispiel Mulchfolien) oder später am Komposthaufen (zum Beispiel Pflanzentöpfe).


Mulchfolien
Mulchfolien, -matten oder -papiere werden meist in Gemüsegärten oder Glashäusern eingesetzt. Sie unterdrücken das ungewünschte Aufkommen der Beikräuter. Im Sommer sorgen Mulchfolien für ein ausgeglichenes Bodenklima und fördern dadurch im Boden lebende Organismen und die Pflanzengesundheit. Gleichzeitig wird die Verdunstung gemindert und es muss weniger gegossen werden, spart somit Wasser. Produkte aus Recyclingpapier, Mais- oder Kartoffelstärke, Baumwollgaze aus kontrolliert biologischem Anbau und Mulchplatten aus Holzfasern sind aus der ökologischen Perspektive zu bevorzugen.


Bindematerialien
Nachhaltige Bindeschnüre oder Clips bestehen aus kompostierbaren Materialien, wie Papier, Hanf, Zellulose oder Maisstärke. Herkömmliche Jute- und Kokosschnüre sind aus ökologischer Sicht wenig empfehlenswert. Der Grund dafür sind die langen Transportwege und die sich daraus ergebende negative CO2-Bilanz.


Pflanzentöpfe
Kompostierbare Töpfe können sich je nach Verwendungszweck auf dem Komposthaufen oder in der Erde zersetzen. Pflanzentöpfe aus Maisstärke oder Zuckerrohr dienen als Ersatz für Plastiktöpfe und können im Garten in gut etablierten Kompostsystemen oder über die Biotonne in den ökologischen Kreislauf rückgeführt werden. Töpfe aus Kokosfasern werden mit den Jungpflanzen in die Erde eingesetzt und zersetzen sich von selbst. Kokosfasern sind eine empfehlenswertere Alternative zu Torfpresstöpfchen, da durch die Entnahme von Torf wertvolle Moorlandschaften zersdtört werden.

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