Obst und Gemüse richtig lagern

Archivmeldung vom 22.06.2007.
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Paradeiser, Apfel, Salat und Karotte - jedes Obst und Gemüse hat unterschiedliche Ansprüche an Temperatur und Aufbewahrung. Wer ein paar Tipps bei der Lagerung beherzigt, kann sich länger über frisches, knackiges und geschmackvolle Obst und Gemüse freuen.

So bleibt Gemüse länger frisch

Gemüse bleibt länger frisch, wenn Sie es sofort nach dem Einkauf in ein feuchtes Tuch einwickeln und im Kühlschrank aufbewahren. So wird das Austrocknen verhindert. Das Tuch soll immer etwas feucht bleiben. Auf diese Weise sind viele Gemüse wie z.B. Spargel, Rhabarber, Rettich, Frühlingszwiebeln, Kohlsprossen, Kohlrabi, Fisolen, Fenchel, Chinakohl, Brokkoli, Salate gut haltbar.

Im Winter ist der Balkon ein gutes Ausweichquartier

Mangels geeigneter Lagermöglichkeiten im Keller können Wurzel- und Knollengemüse, wie Karotten, Gelbe Rüben, Wurzelpetersilie, Lauch, Pastinaken, Rote Rüben, Kohlrabi, Weiß- und Blaukraut und Sellerie gut über den Winter am Balkon eingelagert werden. Dafür ist jedoch ein entsprechend großer und isolierter Behälter erforderlich. Dieser besteht aus zwei ineinander gestellten Holzkisten, welche mit einer 5 cm dicken Styroporschicht isoliert sind. Deckel und Boden sind ebenfalls mit einer Styroporplatte isoliert. Im Boden befindet sich ein kleines Abflussröhrchen zum Ableiten des Kondenswassers. Den Boden mit Sand bedecken und schichtenweise mit Gemüse und Sand befüllen. Südbalkone mit Glasverkleidung sind durch die großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht nicht geeignet.

Wasser als Frischekick

Etwas länger gelagertes Gemüse, wie z.B. Karotten und Radieschen, werden wieder frisch und knackig, wenn sie für ein paar Minuten in ein Glas kaltes Wasser eingetaucht werden. Kräuter, wie Petersilie, Dill oder Schnittlauch bleiben länger frisch, wenn Sie sie in einem Glas mit etwas Wasser aufbewahren.

Äpfel und Paradeiser separat lagern

Tomaten und Äpfel scheiden bei der Lagerunge besonders viel Ethylen aus. Dieses Gas beschleunigt die Reifung und den Verderb von anderem gemeinsam gelagerten Obst und Gemüse. Besonders empfindlich reagieren Kohlgemüse, Kiwis, Melonen, Gurken, Pfirsiche, Bananen und Avocados. Deswegen sollten Apfel und Paradeiser getrennt aufbewahrt werden.

Übrig gebliebenes Obst verarbeiten

Obst, das übrig geblieben ist oder optisch nicht mehr ganz perfekt ist, können Sie mit einem Mixer zu einem Püree zerkleinern und anschließend einfrieren. In kleinen Portionen tiefgekühlt eignen sie sich hervorragend als Fruchtsauce zu Desserts und Eis.

Diese Methode bietet sich natürlich auch für jedes saisonale Obst, wie z. B. Erd- oder Himbeeren an. Einfach putzen, passieren und einfrieren. Diese herrlichen Saucen bieten so Genuss über das ganze Jahr.