Pumpzerstäuber statt Spraydose

Es ist bereits halb Acht, die Schuhe sind ungeputzt und die Haare unfrisiert. Ein Griff zum Lederspray, und die Schuhe glänzen wieder. Ein zweiter Griff zum Haarspray, und auch die Haare sitzen endlich. Fertig.

Spraydosen sind bequem und schnell bei der Hand. Ein Druck auf den Sprühknopf genügt - und schon sind die gewünschten Wirkstoffe wunderschön gleichmäßig verteilt - wie auch die in der Spraydose enthaltenen Treibgase. Spraydosen dürfen inzwischen als Treibgase keine FCKW mehr enthalten. Heute werden als Treibgase Kohlenwasserstoffe, Dimethylether, Kohlendioxid oder Lachgas eingesetzt. Kohlenwasserstoffe und Dimethylether begünstigen die Bildung von bodennahem Ozon, Lachgas verstärkt den Treibhauseffekt, wenn auch nicht so stark wie FCKW.  Auch deren Alternativen sind also nicht ganz unschädlich für die Umwelt.

Als Einwegverpackung tragen Spraydosen zur Vergrößerung der Hausmüllmenge bei. In vielen Fällen kann auf ihren Einsatz ganz verzichtet werden, wie im Fall von Shampoos, Mundwässern oder Schlagobers. Muss ein Produkt wirklich fein verteilt versprüht werden, sind mit Druckluft betriebene Pumpzerstäuber eine gute Alternative. Zum einen kann bei Pumpzerstäubern wesentlich mehr Doseninnenraum befüllt werden, zum anderen sind sie meistens nachfüllbar.

  • Überdenken Sie den Gebrauch von Spraydosen und ersetzen Sie diese durch alternative Produkte.
  • Soll ein Produkt fein verteilt versprüht werden, greifen Sie zum Pumpzerstäuber (wiederbefüllbar und treibgasfrei) statt zur Spraydose.
  • Verwenden Sie Rasierseife statt Rasierschaum, Deo in fester Form, Roll on oder im Pumpzerstäuber.

Spraydosen müssen, wenn sie nicht vollständig entleert sind, zur Problemstoffsammelstelle gebracht werden.