2011 Projekt: Wiederverwendung von Elektroaltgeräten in Wien

Archivmeldung vom 24.11.2011.
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Die Reparatur, der Second-Hand-Kauf und die Wiederverwendung von gebrauchten Elektrogeräten wie Waschmaschinen, Computern, Espressomaschinen und Digitalkameras führen Dank der Betriebe des Reparaturnetzwerks Wien zur Abfallvermeidung.

Das Reparaturnetzwerk Wien verfügt über mehr als 50 gewerbliche Reparaturbetriebe, die mit einem großen Know-how Reparaturleistungen anbieten. Die Reparatur von Elektrogeräten schont wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötige Abfälle.

Im Rahmen einer vom Lebensministerium initiierten ReUse-Plattform wurde bereits im Jahr 2009 ein „Leitfaden für die Wiederverwendung von Elektroaltgeräten in Österreich“ erstellt. Gefördert über die Initiative „natürlich weniger Mist“ und mit Unterstützung des Lebensministeriums wurde auf der Basis dieses Leitfadens ein Pilotprojekt durchgeführt und abgeschlossen, bei dem Elektroaltgeräte aus dem Abfallstrom in die Wiederverwendungsschiene gebracht und die vorgeschlagenen Vorgangsweisen in der Praxis erprobt wurden.

Endbericht zum Projekt

Das Pilotprojekt „Wiederverwendung von Elektroaltgeräten in Wien durch gewerbliche Reparaturbetriebe des Reparaturnetzwerks Wien“ wurde von DIE UMWELTBERATUNG und KERP durchgeführt.

Der Endbericht wurde im August 2011 erstellt und kann als Download eingesehen werden. Auch eine Kurzzusammenfassung findet sich unter diesem Link.

Der Endbericht stellt auf 20 Seiten detaillierte Ergebnisse des Projektes dar. So werden u.a. praxistaugliche Abläufe entwickelt und als Handlungsanleitungen zusammengefasst. Bedarfslisten geben einen Überblick über Anforderungen und Kriterien an die Geräte für eine Wiederverwendung. Darüber hinaus werden rechtliche Herausforderungen dargestellt und wirtschaftliche Rahmenbedingungen beleuchtet.

Herausforderungen für zukünftige ReUse-Aktivitäten

Das Projekt zeigt Fragen und Herausforderungen auf, die hinsichtlich weiterer ReUse-Aktivitäten zukünftig zu bearbeiten sind. So verfügen kleine Reparaturbetriebe über ein großes Knowhow, was es wünschenswert macht, sie auch weiterhin in ReUse-Aktivitäten einzubeziehen. Um dies zu gewährleisten  braucht es für die Kleinbetreibe eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese stellen derzeit in einigen Punkten eine für die kleinen Reparaturbetriebe nicht schaffbare Überforderung dar.

Hinsichtlich der Geräteverfügbarkeit und des Gerätezustandes hat sich gezeigt, dass zwar theoretisch viele Geräte zur Verfügung stehen, ihre Wiederverwendung jedoch durch ihren schlechten Zustand – vor allem bei den gewerblichen Abfallströmen – erschwert wird. Empfehlenswert sind deshalb Maßnahmen für einen geräteschonenden Transport und geräteschonende Lagerungen.

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an DIE UMWELTBERATUNG.

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