PARADEISER - Hochsaison für die paradiesischen Früchte

Archivmeldung vom 22.04.2009.
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Was haben Ochsenherz, Grünes Zebra, Smaragdapfel und Rote Riesen aus Wien gemeinsam? Alle vier erfreuen den Gaumen – denn diese ungewöhnlichen Namen bezeichnen köstliche, alte Tomatensorten.

Mehr als 3.000 verschiedene Paradeisersorten gibt es weltweit! Die schmackhaften Früchte werden nach Fruchtgröße in verschiedene Gruppen unterteilt. Sie kennen nur die eine, feste, runde Sorte aus dem Supermarkt? Greifen Sie doch auch mal zu anderen Sorten und wählen Sie zwischen Fleisch-, Rund-, Cocktail-, Flaschen- oder den Paprikaparadeisern. Ausgefallene Sorten finden Sie z.B. auf den Wiener Bauernmärkten.

Vitamine aus den paradiesischen Früchten

Paradeiser sind der ideale Bestandteil der sommerlichen, leichten Küche: So besteht ein frischer Paradeiser sogar zu etwa 94 % aus Wasser und hat dadurch nur wenig Kalorien. Zusätzlich sind viele Vitamine wie A, C, E und Folsäure in den Früchten versteckt. Übrigens, auch gekochte Paradeiser sind gut für die Gesundheit! So wirkt der natürliche, rote Pflanzenfarbstoff Lycopin, das vor allem in gekochten Tomaten in großer Menge enthalten ist, Krebs vorbeugend.

Stammen Paradeiser aus dem Paradies?

Der genaue Herkunftsort des Paradeisers lässt sich wissenschaftlich nicht exakt bestimmen. Aber ganz egal ob Bolivien, Mexico oder Peru – in den südamerikanischen Ländern sind heute noch viele Tomaten-Wildarten zu finden. Erst vor etwa hundert Jahren begann man den Wert der Tomate im deutschsprachigen Raum zu schätzen. Heute ist die Tomate weltweit eine der bedeutendsten Kulturpflanzen.

Zubereitung

Paradeiser können roh als Salat, Brotbelag oder Saft und gekocht als Letscho oder Ofengemüse verzehrt werden. Ob roh oder gekocht, der grüne Strunk gehört grundsätzlich entfernt. Er ist hart, faserig und enthält in geringen Mengen das giftige Solanin. Solanin kann bei empfindlichen Personen zu einem unangenehmen Brennen im Hals, Übelkeit und Durchfall führen.

Lagertipp:

Lagern Sie Paradeiser immer getrennt von anderen Gemüsesorten - jedoch nicht im Kühlschrank- denn dort verlieren sie ihr Aroma. Paradeiser produzieren bei der Lagerung das Gas Ethylen. Dieses Reifegas bewirkt, dass das nebeneinander gelagerte Obst und Gemüse schneller reifen und verderben kann. Am besten schmecken Paradeiser bei Raumtemperatur!