Verpackt und zugemüllt! Praktische Tipps zur Abfallvermeidung

Unglaubliche 146 Kilo Verpackungsabfälle fallen hierzulande pro Kopf und Jahr an. Gerade bei Lebensmittelverpackungen lässt sich tagtäglich viel Abfall vermeiden.

Die Einkäufe für unseren täglichen Bedarf lassen die Verpackungsberge wachsen. Hier gibt es ganz einfache Maßnahmen zur Abfallvermeidung, zum Beispiel die Äpfel am Markt in eine Stofftasche füllen zu lassen oder das gute Wiener Leitungswasser statt verpacktes Wasser zu trinken.

Offen statt verpackt

Ein Geschäft, in dem Abfallvermeidung ganz leicht gemacht wird, ist Lunzers Maß-Greißlerei im 2. Bezirk. Hier werden alle Lebensmittel unverpackt angeboten. In mit-gebrachten Mehrwegverpackungen können die Kundinnen und Kunden ihren Einkauf mit nachhause nehmen. Die Greißlerei wurde dafür kürzlich mit dem Umweltpreis der Stadt Wien 2014 ausgezeichnet.

Eine weitere gute Möglichkeit, offene Ware in mitgebrachte Taschen füllen zu lassen, bieten die Wiener Märkte. Hier sind Einkaufen mit Flair und Abfallvermeidung perfekt kombiniert.

Unverpackt geht’s auch, wenn die Erntezeit in den Privatgärten beginnt und im Freundeskreis Verzweiflung über große Erntemengen ausbricht. Das ist die beste Gelegenheit, selbst zu ernten und die sonnengereiften Köstlichkeiten in wiederverwendbaren Kisten und Taschen nach Hause zu transportieren.

Werden Sie zum Selbstversorger: Kultivieren Sie ihr eigenes Gemüse. Die Stadt Wien bietet sogenannte Öko-Parzellen an, welche bereits von den MitarbeiterInnen des Landwirtschaftsbetriebes der Stadt Wien mit Gemüsesamen und Gemüsepflanzen bestellt sind. Nähere Infos erhalten Sie unter www.wien.gv.at/umwelt/wald/parzellen.html

Unschlagbar umweltfreundlich und bequem: Leitungswasser

Leitungswasser ist ein Musterbeispiel für Abfallvermeidung. Es wird weder verpackt noch transportiert. Und es braucht auch nicht aus dem Geschäft nach Hause geschleppt werden, sondern steht immer frisch gezapft zur Verfügung.
Mehrwegflaschen
Mehrweg-Glasflaschen können bis zu 40-mal befüllt, gereinigt und wieder befüllt werden. Das spart enorme Ressourcen für die Verpackung! So verursacht zum Beispiel Dosenbier dreimal so hohe CO2-Emissionen wie Bier in der Glas-Mehrwegflasche. Nähere Informationen dazu finden Sie im Informationsblatt "Getränkeverpackungen am Prüfstand"oder unter www.mehrweg.at.

Kleinstverpackungen vermeiden

Kleine Verpackungen sind nur dann sinnvoll, wenn Lebensmittel in größerer Mengeneinheit verderben würden. Kleine Packungen erzeugen mehr Verpackungsabfälle als große Packungen und sind in der Relation meist teurer. Zum Beispiel ist Brotaufstrich in einer größeren Packung viel günstiger als Einzelportionen. Saft aus einer Literpackung in Trinkflaschen abgefüllt kommt wesentlich günstiger als täglich kleine Packerl für die Jause zu kaufen.

Auf Dosen verzichten

Die Herstellung von Aluminium- und Weißblechdosen erfordert wesentlich mehr Energie als die Herstellung von anderen Verpackungsmaterialien. Lassen Sie deshalb die Getränkedosen im Regal stehen!

Weitere Informationen zum Thema Abfallvermeidung auf www.wenigermist.at: