Umweltfreundliche Frauenhygiene mit nachhaltigen Produkten

Ein Leben ohne Tampons, Binden und Slipeinlagen ist für viele Frauen unvorstellbar. Mit alternativen Produkten kann man den Müllberg reduzieren.

Weltweit verbrauchen sie jährlich über 45 Milliarden Hygieneprodukte und tragen damit beträchtlich zum ständig wachsenden Müllberg bei. In Deutschland produzieren alle Frauen zwischen ihrem 15. und 45. Lebensjahr laut der Firma Lunapads zusammen mehr als 20.000 Tonnen Abfall mit Wegwerfhygieneartikeln. Von der Menge her – und das sind nur die Hygieneartikel – ist das eine Menge von 170.000 gefüllten Badewannen.

Erfreulicherweise gibt es mittlerweile Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen. Damit diese nachhaltigen Tampons und Binden möglichst wenige Schadstoffe für Umwelt und Gesundheit enthalten, wird zertifizierte Biobaumwolle verwendet. Ein Umstieg auf Bioprodukte verringert den Schadstoffeintrag in die Umwelt sowie die Schadstoffbelastung in den Körper - auch wenn der Müllberg ähnlich gleich groß bleibt.

Wiederverwendbare Alternativen

Neue Trends bei der Frauenhygiene setzen wiederverwendbare Artikel, wie moderne Stoffbinden und Menstruationskappen:
Menstruationskappen bestehen meist aus medizinischem Silikon oder dem medizinischen Kunststoff TPE. Sie werden während der Menstruation ähnlich wie Tampons eingeführt. Jedoch saugen sie nicht das Blut auf, sondern sammeln es. Sie werden daher nach spätestens 12 Stunden entleert und wieder eingesetzt. Aus medizinisch geprüften Material hergestellt belasten sie die Schleimhäute nicht mit Schadstoffen. Durch ihre Wiederverwertbarkeit verursachen Menstruationskappen deutlich weniger Müll. So kann eine Menstruationskappe etwa 180 bis 200 konventionelle Hygieneartikel ersetzen, die eine Frau durchschnittlich im Jahr verwendet.
Eine weitere, wiederverwendbare Alternative sind moderne Stoffbinden, die im Idealfall aus zertifizierter Biobaumwolle bestehen. Nach Gebrauch werden sie in einem kleinen Behälter mit kalten Wasser gesammelt, bis das nächste Mal Wäsche gewaschen wird. Es gibt sie mittlerweile in vielen verschiedenen Farben und Mustern und mithilfe eines Druckknopfs lassen sie sich im Slip fixieren. Klein zusammenfaltet sind die neuen Stoffbinden nicht größer als ein Taschentuch.

Nie wieder verstopfte Toiletten

Immer wieder verursachen gebrauchte Hygieneartikel in privaten und öffentlichen Toiletten verstopfte Kanalrohre, wenn sie nicht wie vorgesehen im Restmüll entsorgt werden. Aufgrund der Wiederverwendung von Stoffbinden und Menstruationskappen erübrigt sich dieses Problem von alleine.

Weitere Informationen

www.erdbeerwoche.com: Die erdbeerwoche setzt den Fokus auf Bewusstseinsbildung rund um das Thema “Menstruation” und auf den Handel mit nachhaltigen Frauenhygieneprodukten. Dazu zählen Tampons und Binden aus Biobaumwolle, Menstruationskappen sowie biofaire Unterwäsche.