Weniger Mist beim Online-Shoppen

Online einkaufen ist einfach, praktisch und geht schnell. Mit jeder Bestellung wird jedoch eine Menge Mist produziert – Verpackungsmaterialien und unpassende Waren landen im Müll. Hier finden Sie 7 Tipps zur Vermeidung von Retourware.

Ob Sneakers, T-Shirts oder sogar Hemden nach Maß – online ist alles verfügbar und nach nur wenigen Klicks machen sich die Produkte auf den Weg, jede Menge Verpackungsmaterial inklusive. Im worst Case landet nicht nur die Verpackung, sondern auch das Bestellte ungetragen im Müll, weil das Retourschicken manchmal zu mühsam ist.

Testbestellungen zeigten, dass sogar an den Handel retournierte Neuwaren oft im Müll landen. Das deutsche Institut für Ökologie und Politik berechnete 2021, dass bei Textilien 10 bis 20 Prozent und bei Elektroartikeln 4 bis 10 Prozent der Rücksendungen entsorgt werden, weil die Entsorgung wirtschaftlicher oder die Ware schwer verkäuflich ist. Auf Österreich umgelegt, werden laut Greenpeace jährlich rund 1,3 Millionen entsprechende Retouren vernichtet.

Dieser Geschäftspraxis den Riegel vorzuschieben, ist dringend notwendig. Bis es soweit ist, können wir durch bewusstes, gut überlegtes Einkaufen die Retourware selbst reduzieren:

Tipps zur Vermeidung von Retourware

1. Die Garderobe checken

Im Online-Shop sieht die Bluse fantastisch aus, doch passt die Farbe wirklich zum Rest der Garderobe und zum eigenen Farbtyp? Habe ich nicht vielleicht sogar schon ganz ähnliche Teile im Kleiderkasten? Oft wandern im Lauf der Zeit Kleidungsstücke im Schrank weiter nach unten oder nach hinten. Durchforsten Sie daher die eigene Garderobe, bevor sie wirklich etwas Neues bestellen.

2. Richtig Maß nehmen

Gute Online-Shops haben Maßtabellen und es lohnt sich diese auch genau zu lesen und selbst Maß zu nehmen. Mehrfachbestellungen in verschiedenen Größen lassen sich dadurch vermeiden.

3. Für Außergewöhnliches ins Geschäft gehen

Verrückte Trends oder das perfekte Ballkleid werden bei Online-Bestellungen zum Risiko. Hier empfiehlt sich der Besuch im Fachhandel. In Umkleidekabinen kann in Ruhe probiert und gustiert werden, auf Wunsch auch mit persönlicher Beratung durch eine Verkäuferin. Was nicht passt, landet im Anschluss gleich wieder im Verkaufsraum.

4. Erste Wahl aus zweiter Hand

Das Lieblingsmodell der Jeans, ein hübsches Tuch zum Aufpeppen der bestehenden Garderobe oder ein neuer Pullover für das Kind, das so schnell aus den Sachen rauswächst: so gut wie alles ist auf Plattformen für Gebrauchtes oder in Secondhandgeschäften zu bekommen. Secondhandkauf senkt den Ressourcenverbrauch enorm. Bezugsquellen: Kaufen, tauschen, teilen
Die Website WIDADO www.widado.com hat zum Beispiel ein umfangreiches Angebot für Haushalt, Elektronik, Freizeit und Mode.

5. Sorgfältig verpacken

Was nicht passt, wird natürlich am besten zurückgeschickt. Verlieren Sie keine Zeit, gehen Sie sorgsam mit den Produkten um und verpacken Sie sie sicher, um Transportschäden zu vermeiden.

6. Gesammelt bestellen

Wenn schon online, dann nutzt man am besten Sammelbestellungen, auch wenn manchmal ein paar Tage länger darauf gewartet werden muss. So können zusätzliche Verpackungsmaterialien und unnötige Transportstrecken eingespart werden.

7. In Mehrweg liefern lassen

Wiederverwendabre Transportverpackungen sind gerade im Kommen − fragen Sie im Online-Shop nach dieser Möglichkeit. Die Österreichische Post bietet Geschäftskund*innen den „Post Loop“ an und auch den Versand in Mehrwegboxen. Und falls es beim Lieblingsshop keine Mehrwegverpackungen gibt: Die Verpackungen können als Transport- oder Aufbewahrungsboxen auch zu Hause gute Dienste leisten oder für den nächsten eigenen Gebrauchtwaren-Verkauf verwendet werden.

Das könnte Sie auch noch interessieren

mit bunten Fäden reparierte Jeans

weniger Mist beim Kleiderkauf

Frau verkauft am Flohmarkt

Secondhand ist gut fürs Klima

Kinderkleidung und Teddy in Schachtel

WIDADO – Sozialer Second Hand Markt im Web