Lebensmittel richtig lagern: mit einfachen Tipps bares Geld sparen
Durch falsche Lagerung langen regelmäßig Lebensmittel im Müll: mit einfachen Tipps bares Geld sparen
Steigende Lebensmittelpreise machen sich im Haushaltsbudget deutlich bemerkbar. Umso ärgerlicher ist es, wenn Obst, Gemüse oder andere Lebensmittel verderben, bevor sie gegessen werden. Dabei lässt sich mit der richtigen Lagerung viel Geld sparen.
Aktuelle Berechnungen des WWF zeigen: Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt wirft Lebensmittel im Wert von rund 100 Euro pro Monat weg. Häufige Gründe dafür sind falsche Lagerung, zu große Einkaufsmengen oder dass der rechtzeitige Verbrauch von Lebensmitteln versäumt wurde.[1]
Rund 8-10% der globalen Treibhausgasemissionen gehen auf die Verschwendung und den Verlust von Lebensmitteln zurück.[2] Die richtige Lagerung ist daher eine einfache und wirksame Form des Klimaschutzes im Alltag und entlastet nebenbei die Haushaltskasse.
Lagerung – nicht alle mögen es kühl
Ein häufiger Fehler ist die Lagerung von Lebensmitteln am falschen Ort. So bleiben beispielsweise Gebäck, Erdäpfel, Zwiebeln und Bananen außerhalb des Kühlschranks länger genießbar.
Andererseits profitieren viele Lebensmittel von einer kühlen Lagerung, beispielsweise Blattgemüse oder Beeren. Wer die verschiedenen Temperaturzonen des Kühlschranks richtig nutzt, kann die Haltbarkeit zahlreicher Produkte verlängern.
Die Kühlschrankzonen:
- obere Fächer (ca. 5-8 °C): ideal für Milchprodukte und Käse – in geschlossenen Behältern lagern, Schimmelkäse separat einpacken
- mittleres Fach über der Gemüselade (ca. 2°C): Die kälteste Zone ist am besten für leicht Verderbliches, wie Fleisch- und Fischprodukte geeignet.
- Gemüselade (ca. 10°C): Gemüse und Obst in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, verhindert deren Austrocknung; z.B. Spargel, Frühlingszwiebel, Brokkoli, Salate
- Kühlschranktür (am wärmsten): Marmeladen, Saucen, Getränke, Eier, Butter
Das Reifegas Ethylen beschleunigt den Verderb
Wenig bekannt ist, dass bestimmte Obst- und Gemüsesorten das natürliche Reifegas Ethylen abgeben. Dieses beschleunigt die Reifung anderer Lebensmittel und kann dazu führen, dass diese schneller verderben.
Besonders viel Ethylen produzieren beispielsweise Äpfel, Birnen, Bananen, Paradeiser, Pfirsiche und Marillen. Manche Gemüsesorten reagieren empfindlich auf das Ethylen und sollten daher getrennt davon aufbewahrt werden: zum Beispiel Bananen, Salate, Gurken, Brokkoli, Karfiol und Karotten.
Wer ethylenproduzierende Obst- und Gemüsesorten getrennt von empfindlichen lagert, kann deren Haltbarkeit verlängern.
5 Tipps für längere Frische:
- Paradeiser nicht in den Kühlschrank
- Äpfel getrennt von Salat und Gurken lagern
- Kühlschranktemperatur auf etwa fünf Grad einstellen
- Kartoffeln und Zwiebeln dunkel und trocken lagern
- ältere Lebensmittel vorne hinlegen, damit sie zuerst verbraucht werden
- Kühlschrank regelmäßig reinigen
- warme Speisen abkühlen lassen bevor man sie in den Kühlschrank stellt
- Kühlschranktür nicht lange offen stehen lassen, damit sich der Inhalt nicht erwärmt
Außerdem wichtig:
First in - first out - auch lang haltbare Lebensmittel haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum, stellen Sie deshalb die Lebensmittel mit jüngerem Haltbarkeitsdatum griffbereit nach vorne. Dadurch haben Sie einen besseren Überblick und übersehen nichts.
Sollten Lebensmittel, trotz aller Vorsicht, von Schimmel befallen sein, wird aus gesundheitlichen Gründen von Ärzten dringend empfohlen, diese nicht zu essen. Es können sich Pilzgifte bilden, die für den Menschen im schlimmsten Fall tödlich sind. Diese Pilzgifte werden auch beim Kochen nicht unschädlich gemacht.