Lebensmittelabfall vermeiden! Ja, aber wohin mit den guten Resten?

Ob zu Hause oder unterwegs, hier gibt es Tipps zum richtigen Umgang mit anfallenden Essensresten.

Gedünstetes Gemüse in einem Einmachglas

Gedünstetes Gemüse in einem Einmachglas

Österreicher*innen werfen etwa 40 kg Lebensmittel pro Jahr weg

Weltweit werden rund 1 Milliarde (!!!) Tonnen an vermeidbaren Lebensmitteln weggeschmissen – das sind rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel. Um diese riesige Menge an vermeidbaren Lebensmitteln zu produzieren, benötigt man eine Anbaufläche von der Größe Chinas.In den Privathaushalten  landet etwa ein Viertel der eingekauften Lebensmittel im Müll, die eigentlich vermeidbar gewesen und gegessen werden können. Gründe dafür sind die falsche Planung, das Einkaufen nach spontanem Gusto und Laune und die falsche Lagerung der Lebensmittel. Aber nicht nur im eigenen Haushalt werden Lebensmittel verschwendet - auch bei der Produktion, im Handel und beim Essen außer Haus fallen Lebensmittelabfälle an. 

Zuhause können Lebensmittel gut aufbewahrt werden

Grundsätzlich können fertige Speisen 1 bis 2 Tage problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dafür ist es wichtig, dass sie nach dem Kochen rasch abkühlt werden. Stellen Sie die Lebensmittel, z .B. abgefüllt in einem Glas- oder Kunststoffbehälter, in ein mit kaltem Wasser gefülltes Becken. So kühlen die Speisen schneller und vitaminschonender aus, als im Topf am Herd. Haben Sie die Möglichkeit in Ihrer Arbeit Speisen warm zu machen, nützen Sie Gelegenheit und genießen Sie das fertig gekochte Gericht auch am nächsten Tag. So vermeiden Sie Lebensmittelabfälle und sparen Geld für ein zusätzliches Mittagessen.

Am Arbeitsplatz: mitnehmen 

Bei Meetings und Firmenveranstaltungen biegen sich oft die Tische. Übrig bleiben belegte Brötchen & Co.
Wenn im Büro Boxen vorhanden sind, können die Reste leicht mit nach Hause genommen werden. Bitten Sie die zuständige Cateringfirma die Reste vor Ort zu belassen - wenn möglich gleich in den Schachteln. Ihre Kolleg*nnen und Familien werden sich über die mitgebrachten Leckerbissen bestimmt freuen!

Unterwegs: einpacken lassen

Geht man auswärts essen, werden oft zu große Portionen angeboten. Hier empfiehlt es sich entweder gleich nach einer kleineren Portion zu fragen oder eine „doggy bag“, also den abgepackten Rest, nach Hause mitzunehmen. Bei vielen Restaurants gibt es vor Ort Gefäße zum Einpacken. Oder man nimmt sich bereits von zuhause vorausschauend eine dichte Box für das ürbige Essen mit.

Foodsharing

Falls der Kühlschrank trotz bester Planung dennoch voll sein sollte und der Urlaub schon in Reichweite ist, kann man das (einwandfreie) Essen über foodsharing teilen. Entweder wird es dann von zuhause von Lebensmittelrettern abgeholt, oder man bringt es zu einem der fairteiler Kühlschränke. Abholungen von dort sind natürlich auch jederzeit gern gesehen! 
Der Leitfaden "Das is(s)t es mir wert" gibt einen Überblick zu den Möglichkeiten Essen in Wien weiterzugeben.

Produktionsreste von Firmen

Überproduktionen aus der Lebensmittelindustrie werden gerne von sozialen Einrichtungen wie der Wiener Tafel übernommen und an Bedürftige verteilt. Doch nur einwandfreie & verpackte Lebensmittel dürfen angenommen werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Ministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus "Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen"

Zahlen, Daten und Fakten

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