Schwarzes Gold von den Wiener Mistplätzen

Kompost sorgt für reiche Blüte und Ernte im Garten: gibt es keine Möglichkeit Kompost selbst herzustellen - keine Sorge! Die 48er-Erde ist wieder auf allen Wiener Mistplätzen erhältlich.

Kompost

Kompost

Ein gesunder Boden und gute Versorgung mit Nährstoffen sind Grundlagen für gutes Gedeihen von Gemüse, Kräutern und allen anderen Gartenpflanzen. Kompost liefert den Pflanzen viele wertvolle Mikroorganismen und Nährstoffe, wirkt als Langzeitdünger und ist kostenlos zu haben. Entweder vom eigenen Komposthaufen im Garten oder auf ausgewählten Mistplätzen der MA 48.

Kompost ist eine uralte, geniale Erfindung: aus Garten- und Küchenabfällen entsteht im natürlichen Stoffkreislauf ein wirkungsvoller Bodenverbesserer. Komposterde fördert das Pflanzenwachstum nachhaltig, denn sie enthält Pflanzennährstoffe in ausgewogenem Verhältnis und jede Menge wichtige Bodenlebewesen. Kompost ist sehr wertvoll und trotzdem kostenlos. 

Vom eigenen Haufen oder vom Mistplatz

Wer keine Möglichkeit hat, um selbst zu kompostieren, bekommt den Wiener Kompost auf folgenden Wiener Mistplätzen der MA 48. Folgende Mistplätze haben von Montag bis Samstag werktags von 7 bis 18 Uhr geöffnet:

Ein halber Kubikmeter Kompost kann dort - je nach Verfügbarkeit - kostenlos in einen mitgebrachten Behälter abgefüllt werden, größere Mengen stellt die MA 48 gegen einen Unkostenbeitrag zu. 

Dieser Kompost stammt aus der Sammlung von pflanzlichen Abfällen aus Küche, Haushalt und Garten aus der Wiener Biotonne und von den Mistplätzen. Die organischen Abfälle werden aufbereitet und ins Kompostwerk Lobau geliefert. Dort entsteht nährstoffreicher Kompost von höchster Qualität. Jährlich produziert dieses größte offene Kompostwerk Europas bis zu 45.000 Tonnen Kompost.

Grafik über Biokreislaufwirtschaft der MA 48

Grafik über Biokreislaufwirtschaft der MA 48

Biologisch Gärtnern – so schließen Wiener*innen den Kreislauf der Ressourcen

Beim Wiener Kompost ist der Systemwechsel von einem linearen System, in dem Produkte einmal gebraucht und dann weggeworfen werden, hin zu einem Kreislaufsystem bestens gelungen und für Bewohner*innen der Stadt spürbar. Die Stadt Wien ist Vorreiterin in Sachen Kreislaufwirtschaft: Ressourcen werden in der Stadt gesammelt, aufgearbeitet und der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt. Wien schafft dadurch den ökologischen Mehrwert einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Organisch düngen – nicht zu viel!

Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Stallmist werden von den Bodenorganismen langsam abgebaut und wirken somit als Langzeitdünger. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt und stehen den Pflanzen nach Bedarf zur Verfügung. Nährstoffüberversorgung und damit verbundene Nährstoffauswaschung sind aber auch bei organischer Düngung möglich - speziell, wenn viel tierischer Mist verwendet wird. Als Faustformel gilt: Eine Schaufel Kompost, ein Esslöffel Hornspäne oder eine Hand voll Gesteinsmehl pro Quadratmeter und Jahr sind für Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf ausreichend!

Torffreie Blumenerde „Guter Grund“ 

Wer Blumenerde für Balkon und Terrasse braucht, erhält sie von Mitte Februar bis Oktober auf allen Mistplätzen der MA 48 in Wien. Die bereits fertig abgemischte Erde „Guter Grund“ der MA 48 ist torffrei und enthält Kompost, der aus der Wiener Biotonne hergestellt wird. Sie ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Torffreie Erde leistet einen wichtigen Beitrag, um einzigartige Moorlandschaften zu erhalten. Die Hochmoore entwickeln sich über einen Zeitraum von zirka 10.000 Jahren. Wird Torf abgebaut, sind sie unwiederbringlich zerstört. Der 18-Liter Sack Blumenerde „Guter Grund“ kostet 4 €, der 40-Liter Sack 6 €. Diese Erde kann für sämtliche Bepflanzungen im Haus und Gartenbereich verwendet werden.

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